Der Sternhimmel im Februar 2026

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Der Lauf des Mondes

Bereits zu Beginn des Monats kön­nen wir den Voll­mond im Stern­bild Krebs beob­ach­ten, der sich nur vier Grad öst­lich des offe­nen Stern­hau­fens Prae­se­pe befin­det. Am dar­auf­fol­gen­den Abend hat der Mond das Stern­bild Löwe erreicht. Dort kön­nen wir ihn 4 ½ Grad nord­west­lich des Haupt­sterns Regu­lus erken­nen. Im Lau­fe der Nacht nähert er sich dem Stern wei­ter an und wan­dert schließ­lich kurz vor Ende der Nacht nur eine Voll­mond­brei­te süd­lich an ihm vor­bei. Der Mond wan­dert wei­ter in Rich­tung Osten und wird immer mehr ein Objekt für die zwei­te Nacht­hälf­te. Am Mor­gen des 5. Febru­ars befin­det er sich bereits im Stern­bild Jung­frau. In der Nacht vom 6. auf den 7. Febru­ar sehen wir ihn in der Nähe von Spi­ca, dem Haupt­stern der Jung­frau. Danach geht unser stil­ler Beglei­ter erst nach Mit­ter­nacht auf. Am Mor­gen des 9. Febru­ars wird das letz­te Vier­tel durch­lau­fen. Anschlie­ßend wan­dert der Mond durch die Stern­bil­der Waa­ge und Skor­pi­on. Am Mor­gen des 11. Febru­ars befin­det er sich 1 ¾ Grad unter­halb von Ant­ares, dem Haupt­stern des Skor­pi­ons. Nach­dem er den süd­li­chen Bereich des Stern­bilds Schlan­gen­trä­ger durch­lau­fen hat, sehen wir ihn in der Mor­gen­däm­me­rung des 14. Febru­ars zum letz­ten Mal über dem süd­öst­li­chen Hori­zont im Stern­bild Schüt­ze, bis er schließ­lich am 17. Febru­ar die Neu­mond­pha­se durch­läuft. Auf­grund der stei­len Eklip­tik­la­ge kön­nen wir die sehr dün­ne, zuneh­men­de Mond­si­chel am frü­hen Abend des 18. Febru­ars nur 4 Grad nörd­lich des Abend­sterns Venus und 4 Grad süd­lich von Mer­kur fin­den. Einen Abend spä­ter steht die Mond­si­chel nörd­lich von Mer­kur und 4 ½ Grad west­lich von Saturn in den Fischen. Unser Erd­tra­bant wan­dert nun durch Him­mels­re­gio­nen, die nur sehr schwa­che Ster­ne ent­hal­ten. Am 22. Febru­ar zieht er durch den Wid­der und bewegt sich in der Nacht vom 23. auf den 24. Febru­ar auf den offe­nen Stern­hau­fen der Ple­ja­den im Stern­bild Stier zu. Kurz vor dem Mond­un­ter­gang steht er nur noch zwei Grad west­lich des Stern­hau­fens. Am 24. Febru­ar wird das ers­te Vier­tel erreicht. In der Nacht vom 26. auf den 27. Febru­ar steht unser stil­ler Beglei­ter im Stern­bild Zwil­lin­ge, 6 ½ Grad nord­öst­lich von Jupi­ter, und am dar­auf­fol­gen­den Abend 3 ½ Grad süd­lich von Pol­lux. Am 27. des Monats wird der 3,6 mag hel­le Dop­pel­stern Kap­pa Gemi­no­rum kurz vor 23 Uhr von der unbe­leuch­te­ten Sei­te des Mon­des bedeckt. Exakt eine Stun­de spä­ter erscheint der Stern wie­der an der beleuch­te­ten Sei­te unse­res Erd­tra­ban­ten. Am letz­ten Abend des Febru­ars kön­nen wir den zuneh­men­den Mond aber­mals im Stern­bild Krebs beob­ach­ten, knapp ein Grad nord­öst­lich der Praesepe.

Die Planeten

Am 19. Febru­ar 2025 steht der flin­ke Pla­net Mer­kur in sei­ner größ­ten öst­li­chen Elon­ga­ti­on von der Son­ne. Dabei erreicht er einen Abstand von 18°07′ zu unse­rem Zen­tral­ge­stirn. Gleich­zei­tig erreicht er das Peri­hel sei­ner Bahn und befin­det sich dann in einer Ent­fer­nung von 46 Mil­lio­nen Kilo­me­tern zur Son­ne. Mer­kur ist somit trotz des beschei­de­nen Win­kel­ab­stands und dank der stei­len Eklip­tik am Abend­him­mel über dem Hori­zont erkenn­bar. Bereits am 8. Febru­ar kann man ab 18 Uhr ver­su­chen, Mer­kur in der Abend­däm­me­rung knapp zwei Grad hoch über dem süd­west­li­chen Hori­zont zu ent­de­cken. Der ‑1,1 mag hel­le Pla­net geht an die­sem Tag um 18:15 Uhr unter. Ab dem 16. Febru­ar wer­den die Sicht­be­din­gun­gen ungüns­ti­ger, da sei­ne Hel­lig­keit wei­ter abnimmt und es immer spä­ter dun­kel wird. Bis dahin sinkt sei­ne schein­ba­re Hel­lig­keit um eine hal­be Grö­ßen­klas­se auf ‑0,7 mag. Am 19. des Monats zeigt sich das 7,2 Bogen­se­kun­den gro­ße Mer­kur­scheib­chen halb beleuch­tet. Die­se Pha­se nennt man Dicho­to­mie. Danach nimmt der Beleuch­tungs­grad wei­ter ab. Zum Ende der bür­ger­li­chen Däm­me­rung steht Mer­kur noch gut 10 Grad hoch im Wes­ten. Am 24. Febru­ar beträgt sei­ne Hel­lig­keit schließ­lich nur noch 0,3 Grö­ßen­klas­sen. Mer­kur sinkt an die­sem Abend um 18:09 Uhr unter die west­li­che Hori­zont­li­nie. Ab dem 26. Febru­ar ist er mit dem blo­ßen Auge nicht mehr zu sehen und sei­ne bes­te Abend­sicht­bar­keit in die­sem Jahr endet. An die­sem Tag wird der flin­ke Pla­net sta­tio­när und eilt dann wie­der rasch rück­läu­fig auf die Son­ne zu. Auch für Him­mels­fo­to­gra­fen von Inter­es­se ist die Begeg­nung mit der schma­len, zuneh­men­den Mond­si­chel am Abend des 18. Febru­ars. Zu die­sem Zeit­punkt befin­det sich der Mond zwi­schen Mer­kur und dem Abend­stern Venus.

Anfang des Jah­res stand unser Schwes­ter­pla­net Venus in obe­rer Kon­junk­ti­on zur Son­ne. Ab Mit­te des Monats ist sie wie­der am Abend­him­mel prä­sent. Zu Beginn des Monat steht sie zum Ende der bür­ger­li­chen Däm­me­rung gut 2 Grad hoch über dem Hori­zont und Ende Febru­ar bereits 5 Grad. Die ‑3,9 mag hel­le Venus geht am 15. Febru­ar um 17:53 Uhr unter. Bis zum 28. Febru­ar erfolgt ihr Unter­gang erst um 18:49 Uhr. Somit ist die Venus nach Son­nen­un­ter­gang gut eine hal­be Stun­de lang am Abend­him­mel zu sehen. Im Tele­skop zeigt sich unser Nach­bar­pla­net mit einem schein­ba­ren Durch­mes­ser von 10 Bogen­se­kun­den fast voll beleuch­tet. Am 18. Febru­ar kann die schma­le Mond­si­chel 4 Grad nord­west­lich der Venus beob­ach­tet wer­den. Am 27. Febru­ar zieht die Venus in einem Abstand von nur 5,3 Grad nörd­lich am flin­ken Pla­ne­ten Mer­kur vorbei.

Am 9. Janu­ar 2026 stand unser roter Nach­bar Mars in Kon­junk­ti­on mit der Son­ne. Er bleibt auch im Febru­ar wei­ter­hin unsicht­bar am Tag­him­mel verborgen.

Mit einer schein­ba­ren Hel­lig­keit von ‑2,4 mag ist der Rie­sen­pla­net Jupi­ter ein sehr auf­fäl­li­ges Objekt am Nacht­him­mel. Zu Beginn des Jah­res stand er in Oppo­si­ti­on zur Son­ne. Er ist nach wie vor opti­mal zu beob­ach­ten. Vor allem sei­ne inter­es­san­ten Wol­ken­bän­der mit zahl­rei­chen Fle­cken und die Wan­de­rung sei­ner vier Gali­lei­schen Mon­de um den Pla­ne­ten sind für Hob­by­as­tro­no­men von Inter­es­se. Aller­dings ver­schwin­det er im Lau­fe des Monats lang­sam vom Mor­gen­him­mel. Der Rie­sen­pla­net wan­dert dabei wei­ter durch das Stern­bild Zwil­lin­ge und kommt Ende Febru­ar fast zum Still­stand. Sei­ne Kul­mi­na­ti­ons­zei­ten ver­frü­hen sich in die­ser Zeit von 22:31 Uhr auf 20:31 Uhr zum Ende des Monats. Dabei erreicht er eine Höhe von 63 Grad über dem Hori­zont. Beson­ders inter­es­sant ist die Begeg­nung Jupi­ters mit dem zuneh­men­den Mond in der Nacht vom 26. auf den 27. Februar.

Der Ring­pla­net Saturn, recht­läu­fig in den Fischen, zieht sich zum Monats­en­de hin vom Abend­him­mel zurück und wird unsicht­bar. Im März kommt er in Kon­junk­ti­on zur Son­ne. Davor kann er bei Ein­bruch der Nacht noch nied­rig über dem west­li­chen Hori­zont beob­ach­tet wer­den. Zu Beginn des Monats steht er zum Ende der bür­ger­li­chen Däm­me­rung noch 30 Grad hoch im Wes­ten. An die­sem Abend geht der 1,1 mag hel­le Saturn um 21:05 Uhr unter. Am 28. Febru­ar erfolgt sein Unter­gang bereits um 19:36 Uhr. Im Tele­skop erscheint sein Scheib­chen 16 Bogen­se­kun­den groß. Sein zur Zeit schma­les Ring­sys­tem sehen wir unter einem Win­kel von nur 3 Grad. Inter­es­sant ist die Begeg­nung mit dem Pla­ne­ten Nep­tun am 16. Febru­ar. Saturn zieht nur 55 Bogen­mi­nu­ten süd­lich an dem fer­nen Eis­rie­sen vor­bei. Am 19. Febru­ar erhält Saturn zudem Besuch von der zuneh­men­den Mondsichel.

Am 4. Febru­ar kommt Ura­nus im Stern­bild Stier zum Still­stand und been­det sei­ne Oppo­si­ti­ons­pe­ri­ode. Anschlie­ßend bewegt er sich wie­der recht­läu­fig durch das Stern­bild. Der fer­ne Eis­rie­se zieht sich aus der zwei­ten Nacht­hälf­te fast voll­stän­dig zurück und geht zu Beginn des Monats um 2:51 Uhr unter. Bis zum Monats­en­de ver­frü­hen sich sei­ne Unter­gangs­zei­ten auf 1:06 Uhr. Mit einer schein­ba­ren Hel­lig­keit von 5,7 mag kann Ura­nus theo­re­tisch mit dem blo­ßen Auge gesich­tet wer­den. Er befin­det sich gut 4 ¾ Grad süd­west­lich der Ple­ja­den und kul­mi­niert gegen 18 Uhr in einer Höhe von 59 Grad über dem Süd­ho­ri­zont. Selbst mit hoher Ver­grö­ße­rung ist jedoch nicht mehr als ein 3,6 Bogen­se­kun­den gro­ßes, grün­li­ches Scheib­chen wahr­nehm­bar. Am 23. Febru­ar zieht der zuneh­men­de Halb­mond nur 5 ½ Grad nörd­lich an Ura­nus vorbei.

Bei guten Sicht­be­din­gun­gen und mit licht­star­ker Optik kann der äuße­re Pla­net unse­res Son­nen­sys­tems, Nep­tun, noch in der ers­ten Febru­ar­wo­che im Stern­bild Fische auf­ge­spürt wer­den. Am 1. Febru­ar geht der 7,9 mag hel­le Pla­net um 21:16 Uhr unter. Im Tele­skop ist der Anblick beschei­den, da nicht mehr als ein 2,2 Bogen­se­kun­den gro­ßes, blau­grü­nes Scheib­chen wahr­nehm­bar ist. Der Ring­pla­net Saturn kann als Auf­such­hil­fe für den fer­nen Eis­rie­sen die­nen, da er am 16. Febru­ar in einem Abstand von nur 53 Bogen­mi­nu­ten süd­lich an Nep­tun vor­bei­lau­fen wird.

Der Zwerg­pla­net (134340) Plu­to hält sich mit der Son­ne am Tag­him­mel im Stern­bild Stein­bock auf und ist nicht beobachtbar.

Helle Kometen und Planetoiden

Der kurz­pe­ri­odi­sche Komet 24P/Schaumasse ist ein Objekt des Mor­gen­him­mels. Im Lau­fe des Monats zieht er vom Stern­bild Bären­hü­ter wei­ter in den Kopf der Schlan­ge. Er ist rund eine Magni­tu­de schwä­cher als erwar­tet und sinkt im Lau­fe des Febru­ars von 11 mag auf 12 mag. Inter­es­sant ist die Begeg­nung des Schweif­sterns mit dem Kugel­stern­hau­fen Mes­sier 5 in der letz­ten Febru­ar­wo­che. Schau­mas­se zieht in einem Abstand von fünf Grad nörd­lich am Kugel­stern­hau­fen vorbei.

Der Komet C/2024 E1 (Wierz­chos) taucht in der letz­ten Febru­ar­wo­che im Stern­bild Wal­fisch wie­der in der Abend­däm­me­rung auf und steht zu die­sem Zeit­punkt sehr nied­rig über dem süd­west­li­chen Hori­zont. Auf­grund sei­ner gerin­gen Elon­ga­ti­on zur Son­ne und mit einer schein­ba­ren Hel­lig­keit zwi­schen 9. und 10. Grö­ßen­klas­se, ist der Schweif­stern nur in mitt­le­ren Tele­sko­pen beobachtbar.

Der Zwerg­pla­net (1) Ceres wan­dert zunächst noch durch das Stern­bild Wal­fisch und wech­selt ab dem 20. Febru­ar in das Stern­bild Fische. Er ist am Abend­him­mel zu sehen. Sei­ne schein­ba­re Hel­lig­keit bleibt mit 9,1 Grö­ßen­klas­sen im gesam­ten Monat kon­stant. Sei­ne Unter­gän­ge ver­frü­hen sich im Lau­fe des Monats von 22:26 Uhr auf 21:34 Uhr. Am 15. Febru­ar steht Ceres in der Nähe des 6,2 mag hel­len Sterns SAO 109834. Die­ser kann als Auf­such­hil­fe für den Zwerg­pla­ne­ten dienen.

Der Aste­ro­id mit der Num­mer (7) Iris wan­dert am 2. Febru­ar vom Stern­bild Löwe in das Stern­bild Sex­tant. Am 27. Febru­ar 2026 steht sie in Oppo­si­ti­on zur Son­ne und erreicht eine schein­ba­re Hel­lig­keit von 8,9 mag. Zu Beginn des Monats beträgt die Hel­lig­keit noch 9,3 Grö­ßen­klas­sen und Ende Febru­ar 8,9 mag. Die Kul­mi­na­ti­ons­zei­ten des Aste­ro­iden ver­frü­hen sich dabei von 2:13 Uhr auf 0:02 Uhr.

(20) Mas­sa­lia kann im Stern­bild Jung­frau beob­ach­tet wer­den und wird ab dem 14. Febru­ar wie­der hel­ler als 10 mag. Am 1. Febru­ar erreicht sie um 3:48 Uhr ihren höchs­ten Punkt. Am 28. Febru­ar steht sie bereits um 1:54 Uhr im Meri­di­an. Zu die­sem Zeit­punkt ist ihre schein­ba­re Hel­lig­keit auf 9,6 Grö­ßen­klas­sen angestiegen.

Der Aste­ro­id (44) Nysa ist ein Objekt für die ers­te Nacht­hälf­te und wech­selt ab dem 19. Febru­ar vom Stern­bild Krebs in die Zwil­lin­ge. Ihre schein­ba­re Hel­lig­keit nimmt im Lau­fe des Monats deut­lich von 8,9 auf 9,7 mag ab. Gleich­zei­tig ver­frü­hen sich die Kul­mi­na­ti­ons­zei­ten Nysas von 23:30 Uhr auf 21:29 Uhr.

Meteorströme

Die Febru­ar-Eta-Dra­co­ni­den wur­den erst vor rela­tiv kur­zer Zeit als neu­er Mete­or­strom nach­ge­wie­sen. Sie sind zwi­schen dem 2. und 5. Febru­ar aktiv. Ihr zir­kum­po­la­rer Radi­ant befin­det sich in der Nähe von Eta Dra­co­nis, bei RA = 240° und Dek = +61°, und steht in der Mor­gen­däm­me­rung etwa 70° hoch über dem Hori­zont. Daher ist es rat­sam, in den Stun­den nach Mit­ter­nacht bis kurz vor Beginn der Mor­gen­däm­me­rung nach Meteo­ren die­ses Stroms Aus­schau zu hal­ten. Zum Zeit­punkt des Maxi­mums sind nur weni­ge Meteo­re sicht­bar, die mit einer Geschwin­dig­keit von 31 Kilo­me­tern pro Sekun­de in die Atmo­sphä­re ein­drin­gen und daher eher lang­sa­me Stern­schnup­pen erzeu­gen. Im Jahr 2011 wur­den bis zu 13 Meteo­re pro Stun­de beob­ach­tet. Ein Ursprungs­kör­per der Febru­ar-Eta-Dra­co­ni­den ist nicht bekannt.

In die­sem Monat macht sich die Ant­he­l­ionquel­le am deut­lichs­ten bemerk­bar. Es han­delt sich um einen ganz­jäh­ri­gen Mete­or­strom aus der Eklip­tik­re­gi­on, des­sen Radi­ant sich etwa 12 Grad öst­lich des Gegen­son­nen­punk­tes befin­det. Bei der Ant­he­l­ionquel­le über­la­gern sich meh­re­re schwa­che Mete­or­strö­me gerin­ger Akti­vi­tät. Dabei nimmt der Radi­ant ein gro­ßes Gebiet von min­des­tens 30 x 20 Grad am Him­mel ein. Im Febru­ar wan­dert das Zen­trum durch das gesam­te Stern­bild Löwe. Die weni­gen Meteo­re der Ant­he­l­ionquel­le sind mit 30 km/s nicht sehr schnell. Als Ursprungs­kör­per der Meteo­ro­ide gilt der kurz­pe­ri­odi­sche Komet 2P/Encke.

Der abendliche Fixsternhimmel

Sternhimmel Februar 2026
Der Stern­him­mel am 15. Febru­ar 2026 um 22:00 Uhr MEZ

Im Norden

Zu unse­rer Stan­dard­be­ob­ach­tungs­zeit fin­den wir das Stern­bild Gro­ßer Bär in mitt­le­rer Höhe im Nord­os­ten, mit der Deich­sel senk­recht nach unten. Im Lau­fe der Nacht steigt das Stern­bild wei­ter auf und erreicht gegen Mor­gen den Zenit. Ver­län­gern wir die hin­te­ren Kas­ten­ster­ne des Gro­ßen Wagens um das Fünf­fa­che, so fin­den wir den Polar­stern im Stern­bild Klei­ner Bär, der genau die Nord­rich­tung anzeigt. Direkt unter dem Klei­nen Bären hat der Dra­che sei­nen tiefs­ten Punkt im Nor­den, die unte­re Kul­mi­na­ti­on, gera­de über­schrit­ten und steigt nun lang­sam wie­der in den Him­mel empor. Dabei schlän­gelt er sich um die Figur des Klei­nen Bären her­um. Auf hal­ber Höhe über dem Hori­zont, west­lich des Dra­chens, ist noch das Stern­bild Kepheus zu sehen, das dem Betrach­ter wie ein Haus­dach erscheint. Eben­falls auf hal­ber Höhe im Nord­wes­ten befin­det sich das Stern­bild Kas­sio­peia, das wegen sei­ner mar­kan­ten Form auch „Himmels‑W” genannt wird. Noch etwas höher sind die schwa­chen Ster­ne der Giraf­fe selbst unter einem dunk­len Land­him­mel kaum aus­zu­ma­chen. Bei opti­ma­ler Sicht zum Nord­ho­ri­zont soll­ten in sehr gerin­ger Höhe noch der Stern Deneb im Stern­bild Schwan und Wega in der Lei­er zu erken­nen sein.

Im Osten

Wenn wir unse­ren Blick nach Osten rich­ten, gelan­gen wir zurück zum Gro­ßen Wagen. Sei­ne bei­den letz­ten Deich­selster­ne wei­sen auf einen sehr hel­len, röt­li­chen Stern, der sich direkt über dem ost­nord­öst­li­chen Hori­zont befin­det: Es ist Ark­tur, der Haupt­stern des Stern­bil­des Bären­hü­ter. Zwi­schen die­sen bei­den Stern­bil­dern befin­den sich die unschein­ba­ren Jagd­hun­de sowie die schwa­chen Ster­ne im Haar der Bere­ni­ke. Wei­ter öst­lich sind am Hori­zont gera­de die ers­ten Ster­ne der Jung­frau mit ihren rei­chen Gala­xien­ge­bie­ten auf­ge­gan­gen. Sie kün­di­gen den nahen­den Früh­ling an. In mitt­le­rer Höhe über dem Hori­zont fin­den wir das mäch­ti­ge Stern­bild des Löwen. Nord­west­lich des Löwen­kop­fes ste­hen die schwa­chen Ster­ne des Kreb­ses. In einer dunk­len, mond­lo­sen Nacht ist hier der offe­ne Stern­hau­fen der Krip­pe (Mes­sier 44), auch Bie­nen­stock­hau­fen oder Prae­se­pe genannt, als unschein­ba­rer Licht­fleck mit blo­ßem Auge zu erken­nen. In Fern­glä­sern und klei­nen Tele­sko­pen bie­tet die­ser Stern­hau­fen einen präch­ti­gen Anblick. Unter­halb des Kreb­ses schlän­gelt sich die Was­ser­schlan­ge in Rich­tung des süd­öst­li­chen Hori­zonts herab.

Im Süden

Bis in die Zenit­re­gi­on wird der süd­li­che Teil des Him­mels von zahl­rei­chen hel­len Ster­nen des Win­ter­him­mels beherrscht. Siri­us, der hells­te Stern am Him­mel und Haupt­stern des Gro­ßen Hun­des, hat den Meri­di­an gera­de über­schrit­ten. Öst­lich des Süd­punkts kön­nen wir bei guter Hori­zont­sicht die nörd­li­chen Aus­läu­fer des Stern­bil­des Hin­ter­deck erken­nen und dar­über die sehr schwa­chen Ster­ne des Ein­horns. Noch höher liegt das Stern­bild Klei­ner Hund mit dem Haupt­stern Pro­kyon. Dar­über, genau im Meri­di­an, befin­det sich die dop­pel­te Stern­ket­te der Zwil­lin­ge mit den bei­den Haupt­ster­nen Kas­tor und Pol­lux. Zwi­schen die­sen bei­den Ster­nen­ket­ten ist der Rie­sen­pla­net Jupi­ter zu erken­nen, der gera­de den Meri­di­an über­schrit­ten hat. Den Zenit­be­reich nimmt das unschein­ba­re Stern­bild Luchs ein. Das auf­fäl­ligs­te Stern­bild die­ser Him­mels­re­gi­on ist jedoch der Him­mels­jä­ger Ori­on, der sich in mitt­le­rer Höhe im Süd­wes­ten befin­det. Sei­ne auf­fäl­li­gen Gür­tel­ster­ne sowie der röt­lich erschei­nen­de lin­ke Schul­ter­stern Betei­geu­ze und der blau-wei­ße Stern Rie­gel sprin­gen dem Betrach­ter hier sofort ins Auge. Der Ori­on­ne­bel im Schwert des Him­mels­jä­gers ist bereits mit blo­ßem Auge erkenn­bar und bie­tet in jedem Fern­glas und Tele­skop einen präch­ti­gen Anblick. Ober­halb des Him­mels­jä­gers sehen wir den öst­li­chen Teil des Stern­bil­des Stier mit dem Haupt­stern Alde­ba­ran. Dar­über befin­det sich das Stern­bild Fuhr­mann mit dem gelb­lich leuch­ten­den Stern Capel­la. Unter­halb des Ori­ons ent­de­cken wir schließ­lich das unschein­ba­re Stern­bild des Hasen. Wir wen­den uns wie­der dem öst­li­chen Teil des Meri­di­ans zu. Hier kön­nen wir bereits die ers­ten Ster­ne des Früh­lings­him­mels beob­ach­ten. Auf die­ser Sei­te des Hori­zonts fin­den wir das Stern­bild Krebs, das nur aus schwa­chen Ster­nen besteht. Direkt dar­un­ter erken­nen wir den Kopf der Was­ser­schlan­ge, die sich bis zum süd­öst­li­chen Hori­zont erstreckt, sowie das Stern­bild des Sex­tan­ten, das nur aus sehr schwa­chen Ster­nen besteht.

Im Westen

Genau über dem west­li­chen Hori­zont und noch sehr hoch am Him­mel steht Capel­la, der Haupt­stern des Stern­bil­des Fuhr­mann. An dunk­len Stand­or­ten sind rechts ober­halb des Fuhr­manns noch die schwa­chen Ster­ne der Giraf­fe zu erken­nen. Dar­un­ter befin­det sich der Per­seus in mitt­le­rer Höhe über dem Hori­zont. Unter­halb des Fuhr­manns und des Per­seus ent­de­cken wir den Stier mit sei­nem röt­lich erschei­nen­den Haupt­stern Alde­ba­ran sowie die bei­den offe­nen Stern­hau­fen Hya­den und Ple­ja­den, die bereits mit blo­ßem Auge erkenn­bar sind. Öst­lich vom Stier steht der Ori­on. Direkt über dem Him­mels­jä­ger befin­den sich die bei­den Ster­nen­ket­ten der Zwil­lin­ge mit dem Rie­sen­pla­ne­ten Jupi­ter. Auf der ande­ren Sei­te des West­punk­tes, in mitt­le­rer Höhe im Nord­os­ten, sehen wir das Stern­bild Kas­sio­peia, das auch als „Himmels‑W” bezeich­net wird. Die letz­ten Ster­ne des Herbst­him­mels ste­hen nun kurz vor ihrem Unter­gang. Im Nord­wes­ten ver­sin­ken gera­de das Stern­bild Andro­me­da und die letz­ten Ster­ne des Pega­sus unter dem Hori­zont. Wei­ter west­lich fol­gen die Stern­bil­der Drei­eck, Wid­der und die aus schwa­chen Ster­nen bestehen­den Fische. Über dem West­ho­ri­zont lugt gera­de noch der Kopf des Wal­fi­sches auf, der aber wegen sei­ner Nähe zum Hori­zont kaum zu erken­nen ist. Im Süd­wes­ten sind noch die nörd­li­chen Aus­läu­fer des Flus­ses Eri­danus zu sehen, der neben Rigel, dem weiß leuch­ten­den Fuß­stern des Him­mels­jä­gers Ori­on, entspringt.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum aktu­el­len Stern­him­mel gibt es auf der Sei­te Stern­him­mel.

Andreas

Andreas Schnabel war bis zum Ende der Astronomie-Zeitschrift "Abenteuer Astronomie" im Jahr 2018 als Kolumnist tätig und schrieb dort über die aktuell sichtbaren Kometen. Er ist Mitglied der "Vereinigung für Sternfreunde e.V.". Neben Astronomie, betreibt der Autor des Blogs auch Fotografie und zeigt diese Bilder u.a. auf Flickr.

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