Der Lauf des Mondes
Bereits zu Beginn des Monats können wir den Vollmond im Sternbild Krebs beobachten, der sich nur vier Grad östlich des offenen Sternhaufens Praesepe befindet. Am darauffolgenden Abend hat der Mond das Sternbild Löwe erreicht. Dort können wir ihn 4 ½ Grad nordwestlich des Hauptsterns Regulus erkennen. Im Laufe der Nacht nähert er sich dem Stern weiter an und wandert schließlich kurz vor Ende der Nacht nur eine Vollmondbreite südlich an ihm vorbei. Der Mond wandert weiter in Richtung Osten und wird immer mehr ein Objekt für die zweite Nachthälfte. Am Morgen des 5. Februars befindet er sich bereits im Sternbild Jungfrau. In der Nacht vom 6. auf den 7. Februar sehen wir ihn in der Nähe von Spica, dem Hauptstern der Jungfrau. Danach geht unser stiller Begleiter erst nach Mitternacht auf. Am Morgen des 9. Februars wird das letzte Viertel durchlaufen. Anschließend wandert der Mond durch die Sternbilder Waage und Skorpion. Am Morgen des 11. Februars befindet er sich 1 ¾ Grad unterhalb von Antares, dem Hauptstern des Skorpions. Nachdem er den südlichen Bereich des Sternbilds Schlangenträger durchlaufen hat, sehen wir ihn in der Morgendämmerung des 14. Februars zum letzten Mal über dem südöstlichen Horizont im Sternbild Schütze, bis er schließlich am 17. Februar die Neumondphase durchläuft. Aufgrund der steilen Ekliptiklage können wir die sehr dünne, zunehmende Mondsichel am frühen Abend des 18. Februars nur 4 Grad nördlich des Abendsterns Venus und 4 Grad südlich von Merkur finden. Einen Abend später steht die Mondsichel nördlich von Merkur und 4 ½ Grad westlich von Saturn in den Fischen. Unser Erdtrabant wandert nun durch Himmelsregionen, die nur sehr schwache Sterne enthalten. Am 22. Februar zieht er durch den Widder und bewegt sich in der Nacht vom 23. auf den 24. Februar auf den offenen Sternhaufen der Plejaden im Sternbild Stier zu. Kurz vor dem Monduntergang steht er nur noch zwei Grad westlich des Sternhaufens. Am 24. Februar wird das erste Viertel erreicht. In der Nacht vom 26. auf den 27. Februar steht unser stiller Begleiter im Sternbild Zwillinge, 6 ½ Grad nordöstlich von Jupiter, und am darauffolgenden Abend 3 ½ Grad südlich von Pollux. Am 27. des Monats wird der 3,6 mag helle Doppelstern Kappa Geminorum kurz vor 23 Uhr von der unbeleuchteten Seite des Mondes bedeckt. Exakt eine Stunde später erscheint der Stern wieder an der beleuchteten Seite unseres Erdtrabanten. Am letzten Abend des Februars können wir den zunehmenden Mond abermals im Sternbild Krebs beobachten, knapp ein Grad nordöstlich der Praesepe.
Die Planeten
Am 19. Februar 2025 steht der flinke Planet Merkur in seiner größten östlichen Elongation von der Sonne. Dabei erreicht er einen Abstand von 18°07′ zu unserem Zentralgestirn. Gleichzeitig erreicht er das Perihel seiner Bahn und befindet sich dann in einer Entfernung von 46 Millionen Kilometern zur Sonne. Merkur ist somit trotz des bescheidenen Winkelabstands und dank der steilen Ekliptik am Abendhimmel über dem Horizont erkennbar. Bereits am 8. Februar kann man ab 18 Uhr versuchen, Merkur in der Abenddämmerung knapp zwei Grad hoch über dem südwestlichen Horizont zu entdecken. Der ‑1,1 mag helle Planet geht an diesem Tag um 18:15 Uhr unter. Ab dem 16. Februar werden die Sichtbedingungen ungünstiger, da seine Helligkeit weiter abnimmt und es immer später dunkel wird. Bis dahin sinkt seine scheinbare Helligkeit um eine halbe Größenklasse auf ‑0,7 mag. Am 19. des Monats zeigt sich das 7,2 Bogensekunden große Merkurscheibchen halb beleuchtet. Diese Phase nennt man Dichotomie. Danach nimmt der Beleuchtungsgrad weiter ab. Zum Ende der bürgerlichen Dämmerung steht Merkur noch gut 10 Grad hoch im Westen. Am 24. Februar beträgt seine Helligkeit schließlich nur noch 0,3 Größenklassen. Merkur sinkt an diesem Abend um 18:09 Uhr unter die westliche Horizontlinie. Ab dem 26. Februar ist er mit dem bloßen Auge nicht mehr zu sehen und seine beste Abendsichtbarkeit in diesem Jahr endet. An diesem Tag wird der flinke Planet stationär und eilt dann wieder rasch rückläufig auf die Sonne zu. Auch für Himmelsfotografen von Interesse ist die Begegnung mit der schmalen, zunehmenden Mondsichel am Abend des 18. Februars. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich der Mond zwischen Merkur und dem Abendstern Venus.
Anfang des Jahres stand unser Schwesterplanet Venus in oberer Konjunktion zur Sonne. Ab Mitte des Monats ist sie wieder am Abendhimmel präsent. Zu Beginn des Monat steht sie zum Ende der bürgerlichen Dämmerung gut 2 Grad hoch über dem Horizont und Ende Februar bereits 5 Grad. Die ‑3,9 mag helle Venus geht am 15. Februar um 17:53 Uhr unter. Bis zum 28. Februar erfolgt ihr Untergang erst um 18:49 Uhr. Somit ist die Venus nach Sonnenuntergang gut eine halbe Stunde lang am Abendhimmel zu sehen. Im Teleskop zeigt sich unser Nachbarplanet mit einem scheinbaren Durchmesser von 10 Bogensekunden fast voll beleuchtet. Am 18. Februar kann die schmale Mondsichel 4 Grad nordwestlich der Venus beobachtet werden. Am 27. Februar zieht die Venus in einem Abstand von nur 5,3 Grad nördlich am flinken Planeten Merkur vorbei.
Am 9. Januar 2026 stand unser roter Nachbar Mars in Konjunktion mit der Sonne. Er bleibt auch im Februar weiterhin unsichtbar am Taghimmel verborgen.
Mit einer scheinbaren Helligkeit von ‑2,4 mag ist der Riesenplanet Jupiter ein sehr auffälliges Objekt am Nachthimmel. Zu Beginn des Jahres stand er in Opposition zur Sonne. Er ist nach wie vor optimal zu beobachten. Vor allem seine interessanten Wolkenbänder mit zahlreichen Flecken und die Wanderung seiner vier Galileischen Monde um den Planeten sind für Hobbyastronomen von Interesse. Allerdings verschwindet er im Laufe des Monats langsam vom Morgenhimmel. Der Riesenplanet wandert dabei weiter durch das Sternbild Zwillinge und kommt Ende Februar fast zum Stillstand. Seine Kulminationszeiten verfrühen sich in dieser Zeit von 22:31 Uhr auf 20:31 Uhr zum Ende des Monats. Dabei erreicht er eine Höhe von 63 Grad über dem Horizont. Besonders interessant ist die Begegnung Jupiters mit dem zunehmenden Mond in der Nacht vom 26. auf den 27. Februar.
Der Ringplanet Saturn, rechtläufig in den Fischen, zieht sich zum Monatsende hin vom Abendhimmel zurück und wird unsichtbar. Im März kommt er in Konjunktion zur Sonne. Davor kann er bei Einbruch der Nacht noch niedrig über dem westlichen Horizont beobachtet werden. Zu Beginn des Monats steht er zum Ende der bürgerlichen Dämmerung noch 30 Grad hoch im Westen. An diesem Abend geht der 1,1 mag helle Saturn um 21:05 Uhr unter. Am 28. Februar erfolgt sein Untergang bereits um 19:36 Uhr. Im Teleskop erscheint sein Scheibchen 16 Bogensekunden groß. Sein zur Zeit schmales Ringsystem sehen wir unter einem Winkel von nur 3 Grad. Interessant ist die Begegnung mit dem Planeten Neptun am 16. Februar. Saturn zieht nur 55 Bogenminuten südlich an dem fernen Eisriesen vorbei. Am 19. Februar erhält Saturn zudem Besuch von der zunehmenden Mondsichel.
Am 4. Februar kommt Uranus im Sternbild Stier zum Stillstand und beendet seine Oppositionsperiode. Anschließend bewegt er sich wieder rechtläufig durch das Sternbild. Der ferne Eisriese zieht sich aus der zweiten Nachthälfte fast vollständig zurück und geht zu Beginn des Monats um 2:51 Uhr unter. Bis zum Monatsende verfrühen sich seine Untergangszeiten auf 1:06 Uhr. Mit einer scheinbaren Helligkeit von 5,7 mag kann Uranus theoretisch mit dem bloßen Auge gesichtet werden. Er befindet sich gut 4 ¾ Grad südwestlich der Plejaden und kulminiert gegen 18 Uhr in einer Höhe von 59 Grad über dem Südhorizont. Selbst mit hoher Vergrößerung ist jedoch nicht mehr als ein 3,6 Bogensekunden großes, grünliches Scheibchen wahrnehmbar. Am 23. Februar zieht der zunehmende Halbmond nur 5 ½ Grad nördlich an Uranus vorbei.
Bei guten Sichtbedingungen und mit lichtstarker Optik kann der äußere Planet unseres Sonnensystems, Neptun, noch in der ersten Februarwoche im Sternbild Fische aufgespürt werden. Am 1. Februar geht der 7,9 mag helle Planet um 21:16 Uhr unter. Im Teleskop ist der Anblick bescheiden, da nicht mehr als ein 2,2 Bogensekunden großes, blaugrünes Scheibchen wahrnehmbar ist. Der Ringplanet Saturn kann als Aufsuchhilfe für den fernen Eisriesen dienen, da er am 16. Februar in einem Abstand von nur 53 Bogenminuten südlich an Neptun vorbeilaufen wird.
Der Zwergplanet (134340) Pluto hält sich mit der Sonne am Taghimmel im Sternbild Steinbock auf und ist nicht beobachtbar.
Helle Kometen und Planetoiden
Der kurzperiodische Komet 24P/Schaumasse ist ein Objekt des Morgenhimmels. Im Laufe des Monats zieht er vom Sternbild Bärenhüter weiter in den Kopf der Schlange. Er ist rund eine Magnitude schwächer als erwartet und sinkt im Laufe des Februars von 11 mag auf 12 mag. Interessant ist die Begegnung des Schweifsterns mit dem Kugelsternhaufen Messier 5 in der letzten Februarwoche. Schaumasse zieht in einem Abstand von fünf Grad nördlich am Kugelsternhaufen vorbei.
Der Komet C/2024 E1 (Wierzchos) taucht in der letzten Februarwoche im Sternbild Walfisch wieder in der Abenddämmerung auf und steht zu diesem Zeitpunkt sehr niedrig über dem südwestlichen Horizont. Aufgrund seiner geringen Elongation zur Sonne und mit einer scheinbaren Helligkeit zwischen 9. und 10. Größenklasse, ist der Schweifstern nur in mittleren Teleskopen beobachtbar.
Der Zwergplanet (1) Ceres wandert zunächst noch durch das Sternbild Walfisch und wechselt ab dem 20. Februar in das Sternbild Fische. Er ist am Abendhimmel zu sehen. Seine scheinbare Helligkeit bleibt mit 9,1 Größenklassen im gesamten Monat konstant. Seine Untergänge verfrühen sich im Laufe des Monats von 22:26 Uhr auf 21:34 Uhr. Am 15. Februar steht Ceres in der Nähe des 6,2 mag hellen Sterns SAO 109834. Dieser kann als Aufsuchhilfe für den Zwergplaneten dienen.
Der Asteroid mit der Nummer (7) Iris wandert am 2. Februar vom Sternbild Löwe in das Sternbild Sextant. Am 27. Februar 2026 steht sie in Opposition zur Sonne und erreicht eine scheinbare Helligkeit von 8,9 mag. Zu Beginn des Monats beträgt die Helligkeit noch 9,3 Größenklassen und Ende Februar 8,9 mag. Die Kulminationszeiten des Asteroiden verfrühen sich dabei von 2:13 Uhr auf 0:02 Uhr.
(20) Massalia kann im Sternbild Jungfrau beobachtet werden und wird ab dem 14. Februar wieder heller als 10 mag. Am 1. Februar erreicht sie um 3:48 Uhr ihren höchsten Punkt. Am 28. Februar steht sie bereits um 1:54 Uhr im Meridian. Zu diesem Zeitpunkt ist ihre scheinbare Helligkeit auf 9,6 Größenklassen angestiegen.
Der Asteroid (44) Nysa ist ein Objekt für die erste Nachthälfte und wechselt ab dem 19. Februar vom Sternbild Krebs in die Zwillinge. Ihre scheinbare Helligkeit nimmt im Laufe des Monats deutlich von 8,9 auf 9,7 mag ab. Gleichzeitig verfrühen sich die Kulminationszeiten Nysas von 23:30 Uhr auf 21:29 Uhr.
Meteorströme
Die Februar-Eta-Draconiden wurden erst vor relativ kurzer Zeit als neuer Meteorstrom nachgewiesen. Sie sind zwischen dem 2. und 5. Februar aktiv. Ihr zirkumpolarer Radiant befindet sich in der Nähe von Eta Draconis, bei RA = 240° und Dek = +61°, und steht in der Morgendämmerung etwa 70° hoch über dem Horizont. Daher ist es ratsam, in den Stunden nach Mitternacht bis kurz vor Beginn der Morgendämmerung nach Meteoren dieses Stroms Ausschau zu halten. Zum Zeitpunkt des Maximums sind nur wenige Meteore sichtbar, die mit einer Geschwindigkeit von 31 Kilometern pro Sekunde in die Atmosphäre eindringen und daher eher langsame Sternschnuppen erzeugen. Im Jahr 2011 wurden bis zu 13 Meteore pro Stunde beobachtet. Ein Ursprungskörper der Februar-Eta-Draconiden ist nicht bekannt.
In diesem Monat macht sich die Anthelionquelle am deutlichsten bemerkbar. Es handelt sich um einen ganzjährigen Meteorstrom aus der Ekliptikregion, dessen Radiant sich etwa 12 Grad östlich des Gegensonnenpunktes befindet. Bei der Anthelionquelle überlagern sich mehrere schwache Meteorströme geringer Aktivität. Dabei nimmt der Radiant ein großes Gebiet von mindestens 30 x 20 Grad am Himmel ein. Im Februar wandert das Zentrum durch das gesamte Sternbild Löwe. Die wenigen Meteore der Anthelionquelle sind mit 30 km/s nicht sehr schnell. Als Ursprungskörper der Meteoroide gilt der kurzperiodische Komet 2P/Encke.
Der abendliche Fixsternhimmel
Im Norden
Zu unserer Standardbeobachtungszeit finden wir das Sternbild Großer Bär in mittlerer Höhe im Nordosten, mit der Deichsel senkrecht nach unten. Im Laufe der Nacht steigt das Sternbild weiter auf und erreicht gegen Morgen den Zenit. Verlängern wir die hinteren Kastensterne des Großen Wagens um das Fünffache, so finden wir den Polarstern im Sternbild Kleiner Bär, der genau die Nordrichtung anzeigt. Direkt unter dem Kleinen Bären hat der Drache seinen tiefsten Punkt im Norden, die untere Kulmination, gerade überschritten und steigt nun langsam wieder in den Himmel empor. Dabei schlängelt er sich um die Figur des Kleinen Bären herum. Auf halber Höhe über dem Horizont, westlich des Drachens, ist noch das Sternbild Kepheus zu sehen, das dem Betrachter wie ein Hausdach erscheint. Ebenfalls auf halber Höhe im Nordwesten befindet sich das Sternbild Kassiopeia, das wegen seiner markanten Form auch „Himmels‑W” genannt wird. Noch etwas höher sind die schwachen Sterne der Giraffe selbst unter einem dunklen Landhimmel kaum auszumachen. Bei optimaler Sicht zum Nordhorizont sollten in sehr geringer Höhe noch der Stern Deneb im Sternbild Schwan und Wega in der Leier zu erkennen sein.
Im Osten
Wenn wir unseren Blick nach Osten richten, gelangen wir zurück zum Großen Wagen. Seine beiden letzten Deichselsterne weisen auf einen sehr hellen, rötlichen Stern, der sich direkt über dem ostnordöstlichen Horizont befindet: Es ist Arktur, der Hauptstern des Sternbildes Bärenhüter. Zwischen diesen beiden Sternbildern befinden sich die unscheinbaren Jagdhunde sowie die schwachen Sterne im Haar der Berenike. Weiter östlich sind am Horizont gerade die ersten Sterne der Jungfrau mit ihren reichen Galaxiengebieten aufgegangen. Sie kündigen den nahenden Frühling an. In mittlerer Höhe über dem Horizont finden wir das mächtige Sternbild des Löwen. Nordwestlich des Löwenkopfes stehen die schwachen Sterne des Krebses. In einer dunklen, mondlosen Nacht ist hier der offene Sternhaufen der Krippe (Messier 44), auch Bienenstockhaufen oder Praesepe genannt, als unscheinbarer Lichtfleck mit bloßem Auge zu erkennen. In Ferngläsern und kleinen Teleskopen bietet dieser Sternhaufen einen prächtigen Anblick. Unterhalb des Krebses schlängelt sich die Wasserschlange in Richtung des südöstlichen Horizonts herab.
Im Süden
Bis in die Zenitregion wird der südliche Teil des Himmels von zahlreichen hellen Sternen des Winterhimmels beherrscht. Sirius, der hellste Stern am Himmel und Hauptstern des Großen Hundes, hat den Meridian gerade überschritten. Östlich des Südpunkts können wir bei guter Horizontsicht die nördlichen Ausläufer des Sternbildes Hinterdeck erkennen und darüber die sehr schwachen Sterne des Einhorns. Noch höher liegt das Sternbild Kleiner Hund mit dem Hauptstern Prokyon. Darüber, genau im Meridian, befindet sich die doppelte Sternkette der Zwillinge mit den beiden Hauptsternen Kastor und Pollux. Zwischen diesen beiden Sternenketten ist der Riesenplanet Jupiter zu erkennen, der gerade den Meridian überschritten hat. Den Zenitbereich nimmt das unscheinbare Sternbild Luchs ein. Das auffälligste Sternbild dieser Himmelsregion ist jedoch der Himmelsjäger Orion, der sich in mittlerer Höhe im Südwesten befindet. Seine auffälligen Gürtelsterne sowie der rötlich erscheinende linke Schulterstern Beteigeuze und der blau-weiße Stern Riegel springen dem Betrachter hier sofort ins Auge. Der Orionnebel im Schwert des Himmelsjägers ist bereits mit bloßem Auge erkennbar und bietet in jedem Fernglas und Teleskop einen prächtigen Anblick. Oberhalb des Himmelsjägers sehen wir den östlichen Teil des Sternbildes Stier mit dem Hauptstern Aldebaran. Darüber befindet sich das Sternbild Fuhrmann mit dem gelblich leuchtenden Stern Capella. Unterhalb des Orions entdecken wir schließlich das unscheinbare Sternbild des Hasen. Wir wenden uns wieder dem östlichen Teil des Meridians zu. Hier können wir bereits die ersten Sterne des Frühlingshimmels beobachten. Auf dieser Seite des Horizonts finden wir das Sternbild Krebs, das nur aus schwachen Sternen besteht. Direkt darunter erkennen wir den Kopf der Wasserschlange, die sich bis zum südöstlichen Horizont erstreckt, sowie das Sternbild des Sextanten, das nur aus sehr schwachen Sternen besteht.
Im Westen
Genau über dem westlichen Horizont und noch sehr hoch am Himmel steht Capella, der Hauptstern des Sternbildes Fuhrmann. An dunklen Standorten sind rechts oberhalb des Fuhrmanns noch die schwachen Sterne der Giraffe zu erkennen. Darunter befindet sich der Perseus in mittlerer Höhe über dem Horizont. Unterhalb des Fuhrmanns und des Perseus entdecken wir den Stier mit seinem rötlich erscheinenden Hauptstern Aldebaran sowie die beiden offenen Sternhaufen Hyaden und Plejaden, die bereits mit bloßem Auge erkennbar sind. Östlich vom Stier steht der Orion. Direkt über dem Himmelsjäger befinden sich die beiden Sternenketten der Zwillinge mit dem Riesenplaneten Jupiter. Auf der anderen Seite des Westpunktes, in mittlerer Höhe im Nordosten, sehen wir das Sternbild Kassiopeia, das auch als „Himmels‑W” bezeichnet wird. Die letzten Sterne des Herbsthimmels stehen nun kurz vor ihrem Untergang. Im Nordwesten versinken gerade das Sternbild Andromeda und die letzten Sterne des Pegasus unter dem Horizont. Weiter westlich folgen die Sternbilder Dreieck, Widder und die aus schwachen Sternen bestehenden Fische. Über dem Westhorizont lugt gerade noch der Kopf des Walfisches auf, der aber wegen seiner Nähe zum Horizont kaum zu erkennen ist. Im Südwesten sind noch die nördlichen Ausläufer des Flusses Eridanus zu sehen, der neben Rigel, dem weiß leuchtenden Fußstern des Himmelsjägers Orion, entspringt.
Weitere Informationen zum aktuellen Sternhimmel gibt es auf der Seite Sternhimmel.





Hallo Dieter, vielen Dank... :)