Webb bestätigt Gammastrahlenausbruch im jungen Universum

Das James-Webb-Wel­t­raum­­te­­le­­skop von NASA, ESA und CSA hat die Quel­le eines extrem hel­len Licht­blit­zes, eines soge­nann­ten Gam­ma­strah­len­aus­bruch im Stern­bild Jung­frau, bestä­tigt. Die­ser ent­stand durch die Explo­si­on eines mas­se­rei­chen Sterns, als das Uni­ver­sum erst 730 Mil­lio­nen Jah­re alt war. Zum ers­ten Mal bei einem so weit ent­fern­ten Ereig­nis gelang es dem Tele­skop, die Hei­mat­ga­la­xie der Super­no­va zu ent­de­cken. Die schnel­len Beob­ach­tun­gen von Webb bestä­tig­ten die Daten von Tele­sko­pen auf der gan­zen Welt, die den Gam­ma­strah­len­aus­bruch seit sei­nem Beginn…

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Objekte des Monats: Der Pac-Man-Nebel NGC 281

NGC 281 ist ein Emis­si­ons­ne­bel mit ein­ge­bet­te­tem Stern­hau­fen im nörd­li­chen Stern­bild Kas­sio­peia (Cas­sio­peia). Er wur­de am 16. Novem­ber 1881 vom US-ame­ri­­ka­­ni­­schen Astro­no­men Edward Emer­son Bar­nard mit einem 5‑Zoll-Refrak­­tor ent­deckt, als die­ser nach Kome­ten such­te. Bar­nard beschrieb ihn als gro­ßen, schwa­chen und sehr dif­fu­sen Nebel. Das Objekt ist auch im Index-Kata­­log als IC 11 ver­zeich­net. Ver­mut­lich hat Bar­nard den­sel­ben Nebel im Jahr 1890 erneut beob­ach­tet und sich dabei um eine hal­be Stun­de in Rekt­aszen­si­on ver­schrie­ben. Aus die­sem Grund…

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SPHERE enthüllt Strukturen in fernen Trümmerscheiben

Es ist eine regel­rech­te Gale­rie von Trüm­mer­schei­ben um Exo­pla­ne­ten, also Pla­ne­ten jen­seits unse­res Son­nen­sys­tems: 51 schwie­rig zu beob­ach­ten­de Objek­te, von denen das SPHE­­RE-Instru­­ment am Very Lar­ge Telescope der ESO detail­rei­che Bil­der erstel­len konn­te. Gaël Chau­vin (Max-Planck-Ins­ti­­tut für Astro­no­mie), Pro­jekt­wis­sen­schaft­ler des SPHE­­RE-Instru­­ments und Koau­tor der zuge­hö­ri­gen Ver­öf­fent­li­chung sagt: „Die­ser Daten­satz ist ein astro­no­mi­scher Schatz. Er bie­tet außer­ge­wöhn­li­che Ein­bli­cke in die Eigen­schaf­ten von Trüm­mer­schei­ben und ermög­licht Rück­schlüs­se auf klei­ne­re Kör­per wie Aste­ro­iden und Kome­ten in die­sen Sys­te­men, die auf…

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Der Sternhimmel im Dezember 2025

Der Lauf des Mon­des Anfang Dezem­ber steht der zuneh­men­de Mond im Stern­bild Fische. In den fol­gen­den Näch­ten wan­dert er wei­ter nach Osten durch die Stern­bil­der Wid­der und Stier. Zwi­schen dem 3. und 4. Dezem­ber läuft er dabei am offe­nen Stern­hau­fen der Ple­ja­den vor­bei. Am Mor­gen des 4. Dezem­bers befin­det sich der fast vol­le Mond in den Ple­ja­den und bedeckt neben Elec­tra, Maia und Alkyo­ne eini­ge der hel­len Ster­ne des Stern­hau­fens. Die­se wer­den zwi­schen 4:16 Uhr und 5:54…

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Objekte des Monats: Der offene Sternhaufen NGC 1502

NGC 1502 ist ein offe­ner Stern­hau­fen im nörd­li­chen Stern­bild Giraf­fe (Came­lo­pard­a­lis). Er wur­de am 3. Novem­ber 1787 vom deutsch-bri­­ti­­schen Astro­no­men Fried­rich Wil­helm Her­schel mit sei­nem 18,7‑Zoll-Spiegelteleskop ent­deckt. Her­schel beschrieb ihn als einen ziem­lich rei­chen und bemer­kens­wert dich­ten Stern­hau­fen von etwas läng­li­cher Form. Sein Sohn John Her­schel beob­ach­te­te ihn spä­ter erneut und nahm ihn unter der Num­mer 802 in sei­nen „Gene­ral Cata­lo­gue of Nebu­lae and Clus­ters“ auf. Im eng­li­schen Sprach­raum ist NGC 1502 auch als „Jol­ly Roger Clus­ter“ bzw.…

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Entdeckung im jungen Universum: Kleine Galaxie beherbergt supermassereiches Schwarzes Loch

For­scher haben mit­hil­fe des James-Webb-Wel­t­raum­­te­­le­skops von NASA, ESA und CSA ein aktiv wach­sen­des super­mas­se­rei­ches Schwar­zes Loch in einer Gala­xie, nur 570 Mil­lio­nen Jah­re nach dem Urknall, nach­ge­wie­sen. CANUCS-LRD-z8.6 gehört zu einer Klas­se klei­ner, sehr weit ent­fern­ter Gala­xien, die Astro­no­men lan­ge Zeit Rät­sel auf­ga­ben. Sie stellt ein wich­ti­ges Puz­zle­teil dar, das bestehen­de Theo­rien zur Ent­ste­hung von Gala­xien und Schwar­zen Löchern im frü­hen Uni­ver­sum in Fra­ge stellt. Die Ent­de­ckung ver­bin­det frü­he Schwar­ze Löcher mit den leucht­kräf­ti­gen Qua­sa­ren, die wir…

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Eindrücke aus der Polarlichtnacht

Auch in den der­zeit recht trü­ben Novem­ber­näch­ten gibt es Inter­es­san­tes am Him­mel zu beob­ach­ten. Vor allem, wenn ein gro­ßer Son­nen­fleck auf unse­rer Son­ne zu sehen ist. Die Son­nen­fle­cken­grup­pe AR 4274 ver­ur­sach­te zahl­rei­che erd­ge­rich­te­te Rönt­gen­fla­res der Strah­lungs­klas­se M und X, wobei drei Fla­res und die anschlie­ßen­den koro­na­len Mas­sen­aus­wür­fe (CME) eine brei­te­re media­le Auf­merk­sam­keit erfuh­ren. Die ers­ten bei­den Schock­wel­len der CME, die durch einen X1.2- und einen X1.7‑Flare zwei Tage zuvor ver­ur­sacht wur­den, soll­ten in der Nacht vom 11.…

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VLT beobachtet erstmals eine Supernova in Echtzeit

Das Very Lar­ge Telescope (VLT) der Euro­päi­schen Süd­stern­war­te (ESO) hat einen Stern kurz nach sei­nem explo­si­ven Tod beob­ach­tet, gera­de als die Druck­wel­le die Stern­ober­flä­che durch­brach. Zum ers­ten Mal konn­ten Astro­nom­in­nen und Astro­no­men die Form der Explo­si­on in ihrer frü­hest­mög­li­chen, kurz­le­bi­gen Pha­se bestim­men. Die­ser Vor­gang wäre einen Tag spä­ter nicht mehr zu beob­ach­ten gewe­sen. Die Beob­ach­tung hilft dabei, eine gan­ze Rei­he von Fra­gen zur Umwand­lung mas­se­rei­cher Ster­ne in Super­no­vae zu beant­wor­ten. Als die Super­­no­­va-Explo­­si­on SN 2024ggi in der Nacht…

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Objekte des Monats: Der Segelboot-Haufen NGC 225

Der offe­ne Stern­hau­fen NGC 225, im nörd­li­chen Stern­bild Kas­sio­peia (Cas­sio­peia), wur­de am 27. Sep­tem­ber 1783 von Caro­li­ne Her­schel mit ihrem 4,2‑Zoll-Kometensucher auf der Suche nach Kome­ten ent­deckt. Sie beschrieb ihn als klei­nen Stern­hau­fen, der anschei­nend durch Nebu­lo­si­tät durch­mischt ist. Am 23. Febru­ar 1784 beob­ach­te­te sie ihre Ent­de­ckung zum zwei­ten Mal. Ihr Bru­der Wil­helm beob­ach­te­te den Stern­hau­fen am 12. März 1784, kata­lo­gi­sier­te ihn jedoch erst am 26. Novem­ber 1788 und beschrieb ihn als „Hau­fen sehr grob ver­streu­ter großer…

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Lemmon unterm Vollmond

Ges­tern Abend habe ich wahr­schein­lich das letz­te Foto des Kome­ten C/2025 A6 (Lem­mon) auf­ge­nom­men. Er stand nur weni­ge Grad süd­west­lich der bei­den Kugel­stern­hau­fen M 10 und M 12 im Stern­bild Schlan­gen­trä­ger. Die Bedin­gun­gen am Abend des 4. Novem­ber 2025 waren alles ande­re als opti­mal: Lei­der zeig­ten sich zahl­rei­che Zir­ren am Him­mel und der Voll­mond beleuch­te­te die Land­schaft. Gegen 18:15 Uhr befand sich der ca. 4,6 mag hel­le Schweif­stern noch gut 10 Grad hoch über dem Süd­west­ho­ri­zont. In den nächsten…

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