Objekte des Monats: Die Galaxie Messier 59

Mes­sier 59 (NGC 4621) ist eine ellip­ti­sche Gala­xie im Stern­bild Jung­frau (Vir­go). Das Objekt wur­de am 11. April 1779 von dem deut­schen Astro­no­men Johann Gott­fried Köh­ler in Dres­den zusam­men mit Mes­sier 60 und NGC 4638 ent­deckt, als er den Kome­ten Bode beob­ach­te­te. In jener Nacht beob­ach­te­te der säch­si­sche Astro­nom den Kome­ten im sel­ben Abschnitt des Him­mels. Köh­ler beschrieb die bei­den Gala­xien als „zwei sehr klei­ne Nebel, die in einem 3‑Fuß-Tele­­skop kaum sicht­bar sind: einer über dem anderen“.…

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Objekte des Monats: Die Galaxie Messier 100

Die Spi­ral­ga­la­xie Mes­sier 100 (NGC 4321), im Stern­bild Haar der Bere­ni­ke (Coma Bere­nices), wur­de am 15. März 1781 vom fran­zö­si­schen Astro­no­men Pierre Méchain zusam­men mit M 98 und M 99 ent­deckt. Nach sei­ner eige­nen Beob­ach­tung am 13. April des­sel­ben Jah­res nahm sein Freund und Kol­le­ge Charles Mes­sier das Objekt schließ­lich in sei­nen berühm­ten Nebel­ka­ta­log auf, kurz bevor er die drit­te und letz­te Aus­ga­be sei­nes Kata­logs fer­tig­stell­te. Er beschrieb M 100 als schwa­chen Nebel ohne Ster­ne in der…

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Junge Sternhaufen im Fokus naher Galaxien

Astro­nom­in­nen und Astro­no­men haben mit­hil­fe des NASA/ESA/CSA James-Webb-Wel­t­raum­­te­­le­skops – in Kom­bi­na­ti­on mit dem NASA/ESA Hub­­b­le-Wel­t­raum­­te­­le­­skop – einen tie­fen Blick auf Tau­sen­de jun­ger Stern­hau­fen in vier nahe­ge­le­ge­nen Gala­xien gewor­fen und dabei Stern­hau­fen in ver­schie­de­nen Ent­wick­lungs­sta­di­en unter­sucht. Ihre Ergeb­nis­se zei­gen, dass mas­se­rei­che­re Stern­hau­fen schnel­ler aus den Wol­ken her­vor­tre­ten, in denen sie ent­ste­hen, dabei Gas ver­trei­ben und die Gala­xie mit ultra­vio­let­tem Licht durch­flu­ten. Das Ergeb­nis ver­schafft uns ein detail­lier­te­res Ver­ständ­nis der Stern­ent­ste­hung in Gala­xien sowie dar­über, wie und wo sich…

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Webb untersucht die Oberfläche eines Gesteinsplaneten

Mit­hil­fe des Instru­ments MIRI (Mid-Infrared Instru­ment) an Bord des James-Webb-Wel­t­raum­­te­­le­skops (JWST) unter­such­te ein For­schungs­team die Ober­flä­chen­zu­sam­men­set­zung des Gesteins­pla­ne­ten LHS 3844 b. Gelei­tet wur­de die Grup­pe von Sebas­ti­an Zie­ba (Cen­ter for Astro­phy­sics | Har­vard & Smit­h­so­ni­an, Cam­bridge, USA), einem ehe­ma­li­gen Dok­to­ran­den am Max-Planck-Ins­ti­­tut für Astro­no­mie (MPIA) in Hei­del­berg, sowie von Lau­ra Kreid­berg, Direk­to­rin am MPIA und wis­sen­schaft­li­che Lei­te­rin der Stu­die (Prin­ci­pal Inves­ti­ga­tor). Über die Bestim­mung von Exo­­pla­­ne­­ten-Atmo­sphä­­ren hin­aus stellt die Ent­schlüs­se­lung geo­lo­gi­scher Eigen­schaf­ten von Pla­ne­ten, die fer­ne Ster­ne umkrei­sen, den…

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Der Sternhimmel im Mai 2026

Der Lauf des Mon­des Anfang Mai kön­nen wir den Voll­mond im Stern­bild der Waa­ge fin­den. Nach der Voll­mond­nacht wird der Mond zuneh­mend zu einem Objekt der zwei­ten Nacht­hälf­te. Am 3. Mai steht unser stil­ler Beglei­ter nur 1 ¾ Grad süd­west­lich von Ant­ares, dem Haupt­stern im Stern­bild Skor­pi­on. Der abneh­men­de Mond wan­dert wei­ter in öst­li­che Rich­tung durch die Stern­bil­der Schlan­gen­trä­ger, Schüt­ze und Stein­bock. Am 9. Mai steht er dort als abneh­men­der Halb­mond im letz­ten Vier­tel. Anschlie­ßend durch­läuft der…

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Webb entdeckt Wassereiswolken auf Exo-Jupiter

Ein Team aus Astro­no­men unter der Lei­tung von Eli­sa­beth Matthews am Max-Planck-Ins­ti­­tut für Astro­no­mie (MPIA) hat eine Ent­de­ckung gemacht, die die Gren­zen vie­ler aktu­el­ler Model­le von Exo­pla­ne­ten­at­mo­sphä­ren auf­zeigt: Was­ser­eis­wol­ken auf einem fer­nen, Jupi­­ter-ähn­­li­chen Exo­pla­ne­ten namens Epsi­lon Indi Ab. Wie die­se Beob­ach­tun­gen durch­ge­führt wur­den, ist ein inter­es­san­ter Schritt hin zum gro­ßen Fern­ziel der Exo­pla­ne­ten­for­schung: der Ent­de­ckung und Cha­rak­te­ri­sie­rung eines erd­ähn­li­chen Exo­pla­ne­ten. Schritt für Schritt zur zwei­ten Erde Die Exo­pla­ne­ten­for­schung hat ein ehr­gei­zi­ges lang­fris­ti­ges Ziel: Irgend­wann in den nächsten…

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Öffentlichkeit hilft bei der Suche nach Gravitationslinsen

Mit dem Start von „Space Warps“, einem neu­en Bür­ger­wis­sen­schafts­pro­jekt auf der Platt­form Zoo­ni­ver­se, kann sich die Öffent­lich­keit nun aktiv an der Suche nach sel­te­nen und schwer erkenn­ba­ren star­ken Gra­vi­ta­ti­ons­lin­sen betei­li­gen. Grund­la­ge dafür sind bis­her unver­öf­fent­lich­te Auf­nah­men des Welt­raum­te­le­skops Euclid der Euro­päi­schen Welt­raum­or­ga­ni­sa­ti­on ESA. Das Pro­jekt zielt dar­auf ab, neue Erkennt­nis­se über die dunk­le Mate­rie in Gala­xien zu Hin­wei­se auf die rät­sel­haf­te dunk­le Ener­gie zu lie­fern. „Warps“ in der Raum­zeit sind nicht nur ein The­ma für Sci­ence-Fic­­ti­on-Wer­ke wie…

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Hubble feiert 36 Jahre mit faszinierendem Blick auf den Trifidnebel

Das Hub­­b­le-Wel­t­raum­­te­­le­­skop der NASA/ESA rich­te­te anläss­lich sei­nes 36. Jubi­lä­ums erneut einen Blick auf eine Sze­ne, die es erst­mals 1997 auf­ge­nom­men hat­te: einen klei­nen Aus­schnitt eines Stern­ent­ste­hungs­ge­biets im Stern­bild Schüt­ze, etwa 5.000 Licht­jah­re ent­fernt, bekannt als Tri­fid­ne­bel. Das Bild zeigt Ver­än­de­run­gen in unglaub­lich kur­zen Zeit­räu­men und weckt Ehr­furcht und Stau­nen ange­sichts unse­res sich stän­dig wan­deln­den Uni­ver­sums. Die Far­ben in Hub­bles Auf­nah­me des schim­mern­den Stern­ent­ste­hungs­ge­biets im sicht­ba­ren Licht erin­nern an eine Unter­was­ser­land­schaft vol­ler fein­kör­ni­ger Sedi­men­te, die durch die Tiefen…

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Objekte des Monats: Das Galaxienpaar NGC 5005 und NGC 5033

Die bei­den Gala­xien NGC 5005 und NGC 5033, im nörd­li­chen Stern­bild Jagd­hun­de (Canes Vena­ti­ci), wur­den am 1. Mai 1785 vom deutsch-bri­­ti­­schen Astro­no­men Fried­rich Wil­helm Her­schel mit sei­nem 18,7‑Zoll-Spiegelteleskop ent­deckt. NGC 5005 ist auch als Cald­well 29 in Sir Patrick Moo­res „Cal­d­­well-Kata­­log” ver­zeich­net. Weni­ger geläu­fig ist dage­gen der Eigen­na­me für die Gala­xie NGC 5033, die auch als „Was­­ser­­kä­­fer-Gala­­xie“ bekannt ist. Die Bal­ken­spi­ra­le NGC 5005 NGC 5005 ist eine hel­le Bal­ken­spi­ral­ga­la­xie vom Hub­­b­le-Typ SBbc, die um 36° zur Kan­te geneigt ist.…

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29 Cygni b oder wie entstehen massereiche Himmelskörper?

Wo ver­läuft die Gren­ze zwi­schen Ster­nen und den mas­se­reichs­ten Pla­ne­ten? Wis­sen­schaft­ler ver­mu­ten, dass dies von ihrer Ent­ste­hungs­me­tho­de abhängt. Ent­stan­den sie durch ein „Bottom-up“-Prozess, bei dem sie all­mäh­lich wuch­sen, oder durch ein „Top-down“-Prozess, bei dem sich eine gro­ße Ansamm­lung von Gas und Staub in klei­ne­re, pla­ne­ten­gro­ße Frag­men­te auf­spal­te­te? Astro­no­men nutz­ten das James-Webb-Wel­t­raum­­te­­le­­skop von NASA, ESA und CSA, um ein Objekt zu unter­su­chen, das etwa 15-mal so schwer ist wie Jupi­ter und sich damit genau an der Gren­ze zwischen…

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