Webb blickt tief in die Sternenfabrik von Messier 82

Die 12 Mil­lio­nen Licht­jah­re ent­fern­te Spi­ral­ga­la­xie Mes­sier 82 (M82), die sich in einer Pha­se rascher Stern­ent­ste­hung befin­det und von der Sei­te betrach­tet wird, ist ein wis­sen­schaft­lich ein­zig­ar­ti­ges Schau­spiel. Und nun hat das James-Webb-Wel­t­raum­­te­­le­­skop der NASA/ESA/CSA bis­her unbe­kann­te Details ent­hüllt. Die inten­si­ve Stern­ent­ste­hung in M82, die ver­mut­lich auf eine Gala­xien­ver­schmel­zung zurück­zu­füh­ren ist, wird astro­no­misch gese­hen ein kurz­le­bi­ges Ereig­nis sein, das schät­zungs­wei­se nur eini­ge hun­dert Mil­lio­nen Jah­re andau­ern wird. Die­se vor­über­ge­hen­de Pha­se extre­mer Stern­ent­ste­hung im Ver­hält­nis zur Mas­se der…

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Der 1.000ste Artikel im Blog

Hobbyastronom

Als das Pro­jekt im August 2008 gestar­tet wur­de, hät­te ich nicht gedacht, dass die­ser Blog, damals noch als „Astrofan80’s Blog“ bezeich­net, auch nach 18 Jah­ren noch exis­tiert. Der Blog und auch mei­ne Home­page ist in die­sem Jahr sozu­sa­gen voll­jäh­rig gewor­den. Mit die­sem Bei­trag erreicht der Blog einen ganz beson­de­ren Mei­len­stein: den 1.000sten ver­öf­fent­lich­ten Arti­kel. Die­se Zahl bedeu­tet weit mehr als nur eine Sta­tis­tik. Sie steht für unzäh­li­ge Näch­te unter dem Ster­nen­him­mel, für gemein­sa­me Beob­ach­tun­gen mit Gleich­ge­sinn­ten, für…

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Objekte des Monats: Die Galaxien Messier 60 und NGC 4647

Mes­sier 60 (NGC 4649) ist eine ellip­ti­sche Gala­xie im Stern­bild Jung­frau (Vir­go). Sie wur­de am 11. April 1779 von dem deut­schen Astro­no­men Johann Gott­fried Köh­ler in sei­ner pri­va­ten Stern­war­te in Dres­den zusam­men mit M 59 ent­deckt, als er einen Kome­ten (C/1779 A1 Bode) im sel­ben Abschnitt des Him­mels beob­ach­te­te. Er notier­te: „Zwei sehr klei­ne Nebel, kaum sicht­bar in einem 3‑Fuß-Tele­­skop: Der eine über dem ande­ren.“ Der ita­lie­ni­sche Astro­nom Bar­n­aba Oria­ni ent­deck­te die Gala­xie einen Tag und Charles Messier…

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Terzan 5 – Kein gewöhnlicher Kugelsternhaufen

For­scher haben eine neue Klas­se von Objek­ten inner­halb unse­rer Milch­stra­ße bestä­tigt: Über­bleib­sel, die als „Fos­sil­frag­men­te des Gala­xien­kerns“ (bul­ge fos­sil frag­ment) bezeich­net wer­den. Ter­zan 5 ist der Pro­to­typ die­ser Über­res­te aus der frü­hen Ent­ste­hungs­pha­se unse­rer Gala­xie. Vor Mil­li­ar­den von Jah­ren brei­te­ten sich ähn­li­che Urklum­pen aus und ver­schmol­zen zum Gala­xien­kern der Milch­stra­ße, doch Ter­zan 5 blieb bis heu­te intakt. Eine neue Stu­die, die aktu­el­le Beob­ach­tun­gen des James-Webb-Wel­t­raum­­te­­le­skops der NASA/ESA/CSA mit Daten kom­bi­nier­te, die über einen Zeit­raum von 12 Jahren…

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Spektralanalyse bringt Licht ins Dunkel der „Little Red Dots“

Das kom­ple­xe Rät­sel um die als „Litt­le Red Dots“ (LRDs) bekann­ten Objek­te hat sich seit ihrer Ent­de­ckung durch das James-Webb-Wel­t­raum­­te­­le­­skop der NASA, ESA und CSA im Jahr 2022 nach und nach ver­voll­stän­digt. Nun hilft das Spek­trum eines bestimm­ten „Litt­le Red Dot“, vie­le der Puz­zle­tei­le mit­ein­an­der zu ver­bin­den. Ein Astro­no­men­team unter der Lei­tung von Was­si­li Kokorew an der Uni­ver­si­tät von Texas in Aus­tin hat den gesuch­ten Punkt iden­ti­fi­ziert: GLIMPSE-17775. Durch die sorg­fäl­ti­ge Ana­ly­se des von Webb erfass­ten Spektrums…

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Webb entdeckt neue Details in der Atmosphäre des Exoplaneten WASP-121 b

Astro­nom­in­nen und Astro­no­men haben deut­li­che Unter­schie­de in den atmo­sphä­ri­schen Bedin­gun­gen zwi­schen den mor­gend­li­chen und abend­li­chen Über­gangs­zo­nen des ultra­hei­ßen Gas­pla­ne­ten WASP-121 b nach­ge­wie­sen. Die­se Zonen tren­nen Tag und Nacht und wer­den im Fach­jar­gon als Ter­mi­na­to­ren bezeich­net. Die­ser Erfolg war nur dank der uner­reich­ten Emp­find­lich­keit des James-Webb-Wel­t­raum­­te­­le­skops (JWST) mög­lich. Ein Team von For­schen­den unter der Lei­tung von Cyril Gapp, Dok­to­rand am Max-Planck-Ins­ti­­tut für Astro­no­mie (MPIA) in Hei­del­berg, wies die­ses Phä­no­men nach, das zuvor durch theo­re­ti­sche Berech­nun­gen vor­her­ge­sagt wor­den war. Bestä­ti­gung von…

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Objekte des Monats: Die Galaxie Messier 91

Die Gala­xie Mes­sier 91 (NGC 4548) befin­det sich im süd­li­chen Teil des Stern­bilds Haar der Bere­ni­ke (Coma Bere­nices). Sie wur­de am 18. März 1781 vom fran­zö­si­schen Astro­no­men Charles Mes­sier ent­deckt. Sie war der ach­te und letz­te Nebel, den er in die­ser März­nacht gefun­den hat. Mes­sir beschrieb sie als Nebel ohne Ster­ne, der schwä­cher als M 90 ist. Am 8. April 1784 wur­de die Gala­xie von dem deutsch-bri­­ti­­schen Astro­no­men Fried­rich Wil­helm Her­schel unab­hän­gig wie­der­ent­deckt und als H II.120…

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Erster zuverlässiger Nachweis von Magnetfeldern auf Exoplaneten

Ein Team von Astro­nom­in­nen und Astro­no­men hat den bis­lang ein­deu­tigs­ten Beweis dafür gefun­den, dass eini­ge Pla­ne­ten außer­halb unse­res Son­nen­sys­tems Magnet­fel­der auf­wei­sen könn­ten. Mit­hil­fe des Very Lar­ge Telescope (VLT) der Euro­päi­schen Süd­stern­war­te (ESO) und des Gemi­­ni-North-Tele­skops hat das For­scher­team die Wind­ge­schwin­dig­kei­ten auf sie­ben sehr hei­ßen, Jupi­­ter-ähn­­li­chen Exo­pla­ne­ten ermit­telt. Die Beob­ach­tun­gen erga­ben, dass die Win­de auf die­sen Pla­ne­ten höchst­wahr­schein­lich von Magnet­fel­dern beein­flusst wer­den. Damit gelang erst­mals der zuver­läs­si­ge Nach­weis von Magne­tis­mus auf Pla­ne­ten außer­halb des Son­nen­sys­tems. „Die­ser Fort­schritt eröffnet…

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Der Sternhimmel im Juni 2026

Der Lauf des Mon­des In den Mor­gen­stun­den des 1. Juni kön­nen wir den Voll­mond 6 ¾ Grad süd­öst­lich von Ant­ares, dem Haupt­stern im Stern­bild Skor­pi­on, auf­spü­ren. Nur einen Mor­gen spä­ter sehen wir ihn im Stern­bild Schüt­ze. Am 5. Juni erreicht er das Stern­bild Stein­bock und wan­dert wei­ter in öst­li­cher Rich­tung durch Gebie­te des Him­mels, die nur sehr schwa­che Ster­ne ent­hal­ten. Am 8. Juni durch­läuft er das letz­te Vier­tel im Stern­bild Was­ser­mann. Danach wan­dert unser stil­ler Beglei­ter durch…

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Supermassereiches Schwarzes Loch aus der Frühzeit des Universums überrascht Forscher

Mit­hil­fe der bei­spiel­lo­sen Bil­d­­ge­­bungs- und Spek­tro­sko­pieleis­tung des James-Webb-Wel­t­raum­­te­­le­skops von NASA, ESA und CSA haben For­scher die Bewe­gung und Zusam­men­set­zung des Gases kar­tiert, das ein super­mas­se­rei­ches Schwar­zes Loch im Zen­trum von Abel­l2744-QSO1 umkreist, einer win­zi­gen Gala­xie in über 13 Mil­li­ar­den Licht­jah­ren Ent­fer­nung. Die Ergeb­nis­se deu­ten dar­auf hin, dass das Schwar­ze Loch mit der 50-mil­­lio­­nen­­fa­chen Son­nen­mas­se älter ist als sei­ne Wirts­ga­la­xie, mög­li­cher­wei­se in der ers­ten Sekun­de des Urknalls ent­stan­den ist und von Anfang an gewal­ti­ge Aus­ma­ße gehabt haben muss. Was…

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