Beobachtungstipp: Marsbedeckung zur Opposition

Am Don­ners­tag, dem 8. Dezem­ber 2022, steht unser roter Nach­bar Mars wie­der in Oppo­si­ti­on zur Son­ne. Das bedeu­tet, dass sich die Erde zwi­schen der Son­ne und dem Pla­ne­ten Mars befin­det. Bei sei­nem Umlauf um unser Zen­tral­ge­stirn kommt unser Nach­bar­pla­net alle zwei Jah­re in Erd­nä­he. Durch die gerin­gen Ent­fer­nung sind auf dem Mars­scheib­chen deut­lich leich­ter Ober­flä­chen­struk­tu­ren erkenn­bar. Vor allem sind das die dunk­len Albe­do­struk­tu­ren, sowie die hel­len Pol­kap­pen, die bei hoher Ver­grö­ße­rung im Tele­skop erschei­nen. Die Dun­kel­struk­tu­ren sind…

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Objekte des Monats: Der Kleine Hantelnebel Messier 76

Mes­sier 76 (NGC 650/651) ist ein pla­ne­ta­ri­scher Nebel, im nörd­li­chen Stern­bild Per­seus. Er wur­de am 5. Sep­tem­ber 1780 von dem fran­zö­si­schen Astro­no­men Pierre Méchain ent­deckt und als schwa­cher und klei­ner Nebel ohne Ster­ne beschrie­ben. Méchain mel­de­te sei­ne Ent­de­ckung an sei­nen Freund Charles Mes­sier. Die­ser beob­ach­te­te den Nebel am 21. Okto­ber 1780 und beschrieb ihn im Gegen­zug als Objekt aus sehr klei­nen Ster­nen, der von Nebel umge­ben war. Er bestimm­te des­sen Posi­ti­on und nahm den Nebel schließ­lich als…

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Beobachtungstipp: Komet C/2022 E3 (ZTF) am Winterhimmel

In den kom­men­den Wochen und Mona­ten kön­nen wir wie­der einen rela­tiv hel­len Kome­ten am mit­tel­eu­ro­päi­schen Him­mel beob­ach­ten. Der Komet C/2022 E3 (ZTF) wur­de am 2. März 2022 von der Zwi­cky Tran­si­ent Faci­li­ty (ZTF) am Palo­­mar-Obser­­va­­to­­ri­um in Kali­for­ni­en (USA) als 17,2 mag hel­les Objekt ent­deckt. Zu die­sem Zeit­punkt war der Komet 4,3 Astro­no­mi­sche Ein­hei­ten (AE) bzw. 640 Mil­lio­nen Kilo­me­ter von der Son­ne ent­fernt. Das Objekt wur­de ursprüng­lich als Aste­ro­iden klas­si­fi­ziert. Spä­te­re Beob­ach­tun­gen zeig­ten, dass das Objekt eine kon­den­sier­te Koma…

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Objekte des Monats: Der offene Sternhaufen NGC 7789

Der offe­ne Stern­hau­fen NGC 7789, im nörd­li­chen Stern­bild Kas­sio­peia, wur­de am 30. Okto­ber 1783 von Her­schels jün­ge­rer Schwes­ter Caro­li­ne ent­deckt. Ihr Bru­der Fried­rich Wil­helm Her­schel nahm das Objekt erst am 18. Okto­ber 1787 als H VI.30 in sei­nen Kata­log der Stern­hau­fen und Nebel auf. Er beschrieb den Stern­hau­fen als wun­der­schö­nen und rei­chen Hau­fen von sehr gedräng­ten Ster­nen. Auf­grund sei­nes äuße­ren Erschei­nungs­bil­des ist NGC 7789 unter den Eigen­na­men „Her­schels Spi­ral­hau­fen“ (Herschel’s Spi­ral Clus­ter), Caro­li­nes Rose (Carolin’s Rose Clus­ter) und…

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Der Sternhimmel im November 2022

Der Lauf des Mon­des Zu Beginn des Monats Novem­ber steht der zuneh­men­de Mond Mond im ers­ten Vier­tel im Stern­bild Stein­bock und knapp 4 ½ Grad unter­halb des Ring­pla­ne­ten Saturn. Am nächs­ten Abend kön­nen wir ihn im unschein­ba­ren Stern­bild Was­ser­mann auf­fin­den. Und auch in den nächs­ten Näch­ten durch­wan­dert unser stil­ler Beglei­ter Gebie­te am Him­mel, die nur sehr schwa­che Ster­ne ent­hal­ten. Am 4. Novem­ber hält sich der Mond im Grenz­ge­biet der Stern­bil­der Was­ser­mann, Fische und Wal­fisch auf und kann…

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Das war die Sonnenfinsternis vom 25. Oktober

Teleskope

Wäh­rend der par­ti­el­len Son­nen­fins­ter­nis am 25. Okto­ber 2022 gab es auch dies­mal vie­ler­orts dich­te­re Wol­ken­fel­der. Ich hat­te mich dies­mal mit mei­nem alten Astro­kum­pel Horst in mei­ner Hei­mat­stadt Lüb­ben ver­ab­re­det, um gemein­sam die Fins­ter­nis zu beob­ach­ten. Viel Hoff­nung auf einen Blick auf die teil­ver­fins­ter­te Son­ne hat­te ich aller­dings nicht. Denn kurz vor 10 Uhr gab es eine nahe­zu geschlos­se­ne Wol­ken­de­cke und sogar einen klei­nen Regen­schau­er. Wir bau­ten aber trotz­dem das Instru­men­ta­ri­um im Gar­ten vor dem Haus auf. Mit…

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Objekte des Monats: Der offene Sternhaufen NGC 752

Der offe­ne Stern­hau­fen NGC 752, im nörd­li­chen Stern­bild Andro­me­da, wur­de wahr­schein­lich schon von dem sizi­lia­ni­schen Gelehr­ten und Pries­ter­as­tro­no­men Gio­van­ni Batis­ta Hodier­na, vor dem Jahr 1654, als neb­li­ges Objekt beschrie­ben. Er beob­ach­te­te den Stern­hau­fen mit sei­nem 20-fach ver­grö­ßern­den gali­läi­schen Fern­rohr. Bis in die 80er Jah­re des 20. Jahr­hun­derts hin­ein blieb sein Werk unent­deckt, so dass lan­ge die Schwes­ter des deutsch-bri­­ti­­schen Astro­no­men Fried­rich Wil­helm Her­schel als Ent­de­cke­rin des Stern­hau­fens galt. Caro­li­ne Her­schel beob­ach­te­te NGC 752 am 29. Sep­tem­ber 1783.…

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