Objekte des Monats: Der Kaliforniennebel NGC 1499

NGC 1499 ist ein hel­ler Emis­si­ons­ne­bel im nörd­li­chen Stern­bild Per­seus. Er wur­de am 3. Novem­ber 1885 von dem ame­ri­ka­ni­schen Astro­no­men Edward Emer­son Bar­nard mit­hil­fe des 6‑Zoll-Coo­ke-Refrak­­tors am Obser­va­to­ri­um der Van­­der­­bilt-Uni­­ver­­­si­­tät in Nash­ville, Ten­nes­see (USA), ent­deckt. J. L. E. Drey­er nahm das Objekt schließ­lich in sei­nem 1888 erschie­ne­nen „New Gene­ral Cata­lo­gue of Nebu­lae and Clus­ters of Stars“ (NGC) auf. Auf­grund sei­ner Form, die an die Umris­se des US-Bun­­des­­staats Kali­for­ni­en auf einer Land­kar­te erin­nert, erhielt der Nebel den Namen…

Wei­ter­le­sen

Hubble enthüllt geheimnisvolle Wolke aus Dunkler Materie

Ein Team hat mit dem Welt­raum­te­le­skop Hub­ble der NASA/ESA eine neue Art astro­no­mi­scher Objek­te ent­deckt: eine stern­lo­se, gas­rei­che Wol­ke aus Dunk­ler Mate­rie, die als Über­bleib­sel der frü­hen Gala­xien­ent­ste­hung gilt. Die Wol­ke, die den Spitz­na­men „Cloud‑9“ trägt, ist die ers­te bestä­tig­te Ent­de­ckung eines sol­chen Objekts im Uni­ver­sum. Der Fund erwei­tert unser Ver­ständ­nis der Gala­xien­ent­ste­hung, des frü­hen Uni­ver­sums und der Natur der Dunk­len Mate­rie selbst. „Dies ist die Geschich­te einer geschei­ter­ten Gala­xie“, sag­te der lei­ten­de Wis­sen­schaft­ler des Pro­gramms, Alejandro…

Wei­ter­le­sen

Der Sternhimmel im Januar 2026

Der Lauf des Mon­des Am ers­ten Abend des neu­en Jah­res fin­den wir den zuneh­men­den Mond im Stern­bild Stier. Nur einen Abend spä­ter befin­det er sich im Stern­bild Zwil­lin­ge, wo wir ihn am 3. Janu­ar als Voll­mond knapp 3 ½ Grad ober­halb von Jupi­ter beob­ach­ten kön­nen. Nur einen Abend spä­ter hat unser stil­ler Beglei­ter bereits das Stern­bild Krebs erreicht. Am 5. Janu­ar fin­den wir ihn im Grenz­be­reich der Stern­bil­der Krebs und Löwe. Am 6. Janu­ar steht bei seinem…

Wei­ter­le­sen

Objekte des Monats: Die Hidden Galaxy IC 342

IC 342 ist eine Spi­ral­ga­la­xie im nörd­li­chen Stern­bild Giraf­fe (Came­lo­pard­a­lis). Sie wur­de im Jahr 1890 von dem ame­ri­ka­ni­schen Astro­no­men Edward Emer­son Bar­nard ent­deckt. Er notier­te sei­ne Beob­ach­tung im Log­buch des Lick-Obser­­va­­to­ri­ums. Da Bar­nard die­se Beob­ach­tung jedoch nicht ver­öf­fent­lich­te, wird die Ent­de­ckung der Gala­xie dem bri­ti­schen Ama­teur­as­tro­no­men Wil­liam Fre­de­rick Den­ning zuge­schrie­ben, der sie am 19. August 1892 beob­ach­te­te und sei­ne Beob­ach­tung 1893 ver­öf­fent­lich­te. Anfangs ging man bei die­sem Objekt von einem galak­ti­schen Nebel aus. Erst die ame­ri­ka­ni­schen Astronomen…

Wei­ter­le­sen

Zerstörerische Kollisionen in einem jungen Planetensystem

Astro­nom­in­nen und Astro­no­men, dar­un­ter Bin Ren vom Max-Planck-Ins­ti­­tut für Astro­no­mie, haben mit dem Hub­­b­le-Wel­t­raum­­te­­le­­skop die Fol­gen kata­stro­pha­ler Kol­li­sio­nen zwi­schen gro­ßen Gesteins­kör­pern in einem sich ent­wi­ckeln­den Pla­ne­ten­sys­tem um den Stern Fomal­haut beob­ach­tet. Die­se Ereig­nis­se ent­spre­chen dem aner­kann­ten Modell, wonach Pla­ne­te­si­ma­le, Aste­ro­iden und Kome­ten mit­ein­an­der kol­li­die­ren und dabei Trüm­mer erzeu­gen, die zur Ent­ste­hung von Pla­ne­ten bei­tra­gen. Wis­sen­schaft­ler gehen davon aus, dass auch das jun­ge Son­nen­sys­tem eine Pha­se inten­si­ver Ein­schlä­ge durch­lief, in der Trüm­mer die­ser Kol­li­sio­nen spä­ter die jun­ge Erde,…

Wei­ter­le­sen

Webb bestätigt Gammastrahlenausbruch im jungen Universum

Das James-Webb-Wel­t­raum­­te­­le­­skop von NASA, ESA und CSA hat die Quel­le eines extrem hel­len Licht­blit­zes, eines soge­nann­ten Gam­ma­strah­len­aus­bruch im Stern­bild Jung­frau, bestä­tigt. Die­ser ent­stand durch die Explo­si­on eines mas­se­rei­chen Sterns, als das Uni­ver­sum erst 730 Mil­lio­nen Jah­re alt war. Zum ers­ten Mal bei einem so weit ent­fern­ten Ereig­nis gelang es dem Tele­skop, die Hei­mat­ga­la­xie der Super­no­va zu ent­de­cken. Die schnel­len Beob­ach­tun­gen von Webb bestä­tig­ten die Daten von Tele­sko­pen auf der gan­zen Welt, die den Gam­ma­strah­len­aus­bruch seit sei­nem Beginn…

Wei­ter­le­sen

Objekte des Monats: Der Pac-Man-Nebel NGC 281

NGC 281 ist ein Emis­si­ons­ne­bel mit ein­ge­bet­te­tem Stern­hau­fen im nörd­li­chen Stern­bild Kas­sio­peia (Cas­sio­peia). Er wur­de am 16. Novem­ber 1881 vom US-ame­ri­­ka­­ni­­schen Astro­no­men Edward Emer­son Bar­nard mit einem 5‑Zoll-Refrak­­tor ent­deckt, als die­ser nach Kome­ten such­te. Bar­nard beschrieb ihn als gro­ßen, schwa­chen und sehr dif­fu­sen Nebel. Das Objekt ist auch im Index-Kata­­log als IC 11 ver­zeich­net. Ver­mut­lich hat Bar­nard den­sel­ben Nebel im Jahr 1890 erneut beob­ach­tet und sich dabei um eine hal­be Stun­de in Rekt­aszen­si­on ver­schrie­ben. Aus die­sem Grund…

Wei­ter­le­sen

SPHERE enthüllt Strukturen in fernen Trümmerscheiben

Es ist eine regel­rech­te Gale­rie von Trüm­mer­schei­ben um Exo­pla­ne­ten, also Pla­ne­ten jen­seits unse­res Son­nen­sys­tems: 51 schwie­rig zu beob­ach­ten­de Objek­te, von denen das SPHE­­RE-Instru­­ment am Very Lar­ge Telescope der ESO detail­rei­che Bil­der erstel­len konn­te. Gaël Chau­vin (Max-Planck-Ins­ti­­tut für Astro­no­mie), Pro­jekt­wis­sen­schaft­ler des SPHE­­RE-Instru­­ments und Koau­tor der zuge­hö­ri­gen Ver­öf­fent­li­chung sagt: „Die­ser Daten­satz ist ein astro­no­mi­scher Schatz. Er bie­tet außer­ge­wöhn­li­che Ein­bli­cke in die Eigen­schaf­ten von Trüm­mer­schei­ben und ermög­licht Rück­schlüs­se auf klei­ne­re Kör­per wie Aste­ro­iden und Kome­ten in die­sen Sys­te­men, die auf…

Wei­ter­le­sen

Der Sternhimmel im Dezember 2025

Der Lauf des Mon­des Anfang Dezem­ber steht der zuneh­men­de Mond im Stern­bild Fische. In den fol­gen­den Näch­ten wan­dert er wei­ter nach Osten durch die Stern­bil­der Wid­der und Stier. Zwi­schen dem 3. und 4. Dezem­ber läuft er dabei am offe­nen Stern­hau­fen der Ple­ja­den vor­bei. Am Mor­gen des 4. Dezem­bers befin­det sich der fast vol­le Mond in den Ple­ja­den und bedeckt neben Elec­tra, Maia und Alkyo­ne eini­ge der hel­len Ster­ne des Stern­hau­fens. Die­se wer­den zwi­schen 4:16 Uhr und 5:54…

Wei­ter­le­sen

Objekte des Monats: Der offene Sternhaufen NGC 1502

NGC 1502 ist ein offe­ner Stern­hau­fen im nörd­li­chen Stern­bild Giraf­fe (Came­lo­pard­a­lis). Er wur­de am 3. Novem­ber 1787 vom deutsch-bri­­ti­­schen Astro­no­men Fried­rich Wil­helm Her­schel mit sei­nem 18,7‑Zoll-Spiegelteleskop ent­deckt. Her­schel beschrieb ihn als einen ziem­lich rei­chen und bemer­kens­wert dich­ten Stern­hau­fen von etwas läng­li­cher Form. Sein Sohn John Her­schel beob­ach­te­te ihn spä­ter erneut und nahm ihn unter der Num­mer 802 in sei­nen „Gene­ral Cata­lo­gue of Nebu­lae and Clus­ters“ auf. Im eng­li­schen Sprach­raum ist NGC 1502 auch als „Jol­ly Roger Clus­ter“ bzw.…

Wei­ter­le­sen