Der Lauf des Mondes
Am ersten Abend des neuen Jahres finden wir den zunehmenden Mond im Sternbild Stier. Nur einen Abend später befindet er sich im Sternbild Zwillinge, wo wir ihn am 3. Januar als Vollmond knapp 3 ½ Grad oberhalb von Jupiter beobachten können. Nur einen Abend später hat unser stiller Begleiter bereits das Sternbild Krebs erreicht. Am 5. Januar finden wir ihn im Grenzbereich der Sternbilder Krebs und Löwe. Am 6. Januar steht bei seinem Aufgang knapp 2 ½ Grad südöstlich von Regulus, dem Hauptstern im Löwen. Am 8. Januar befindet er sich im westlichen Teil des Sternbildes Jungfrau. Dort durchläuft er am 9. Januar das letzte Viertel, wobei er am Morgen des 11. Januars nur 3 Grad südöstlich vom Hauptstern Spica zu finden ist. In den folgenden Nächten geht der Mond erst am frühen Morgen auf und wandert weiter durch die Sternbilder Waage und Skorpion. In der Morgendämmerung des 15. Januar können wir die abnehmende Mondsichel zum letzten Mal über dem südöstlichen Horizont entdecken, bis am 18. des Monats die Neumondphase durchlaufen wird. In der Abenddämmerung des 20. Januar taucht die dünne, zunehmende Sichel wieder über dem südwestlichen Horizont auf. Der Mond wandert weiter in Richtung Osten durch Sternbilder, die nur schwache Sterne enthalten. Dabei durchläuft er das Sternbild Wassermann und steht am Abend des 23. Januar nur 5 Grad oberhalb des Ringplaneten Saturn in den Fischen. Am 26. Januar finden wir den zunehmenden Halbmond im ersten Viertel im Grenzbereich der Sternbilder Fische und Widder. In der Nacht vom 27. auf den 28. Januar zieht der Erdtrabant durch den offenen Sternhaufen der Plejaden im Sternbild Stier. So wird der 4,3 mag helle Stern Taygeta (19 Tau) gegen 22:22 Uhr vom dunklen Rand des Mondes bedeckt. In dieser Nacht werden noch einige weitere helle Plejadensterne vom Mond bedeckt. In der Nacht vom 30. auf den 31. Januar können wir ihn schließlich in der Nähe von Jupiter im Sternbild der Zwillinge sehen. Gegen 6 Uhr morgens hat er sich dem Riesenplaneten bis auf 3 Grad angenähert.
Die Planeten
Der flinke Planet Merkur nähert sich der Sonne weiter an und erreicht am 21. Januar 2026 seine obere Konjunktion. Danach wächst der östliche Winkelabstand bis zum Monatsende lediglich auf 7 Grad an. Er bleibt in diesem Monat demzufolge unbeobachtbar. Am 6. Januar steht Merkur im Aphel seiner Bahn und befindet sich zu diesem Zeitpunkt 69,8 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt.
Unser Schwesterplanet Venus steht am 6. Januar 2026 in oberer Konjunktion zur Sonne und bleibt im gesamten Januar unsichtbar. Danach entfernt sie sich wieder in östlicher Richtung von ihr und erreicht bis Monatsende einen Abstand von 6 Grad. Am 22. Januar steht sie im Aphel ihrer Bahn und befindet sich 109 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt.
Auch der rote Planet Mars wird von der Sonne eingeholt und steht am 9. Januar 2026 in Konjunktion zu unserem Zentralgestirn. Auch er kann sich bis zum Ende des Monats noch nicht aus den hellen Strahlen unserer Sonne befreien und hält sich mit unserem Zentralgestirn am Taghimmel auf. Der Rote Planet bleibt demzufolge unbeobachtbar. Ab dem 23. Januar zieht Mars vom Sternbild Schütze in das Sternbild Steinbock.
Der Riesenplanet Jupiter bewegt sich rückläufig durch das Sternbild Zwillinge und erreicht am 10. Januar 2026 die Opposition zur Sonne. Mit einer scheinbaren Helligkeit von ‑2,7 mag ist er die ganze Nacht über als auffällig helles Gestirn am Nachthimmel zu sehen. Zum Oppositionszeitpunkt steht er 780 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt. Am Tag der Opposition geht Jupiter um 16:00 Uhr im Osten auf und erreicht um 0:13 Uhr seine höchste Stellung im Süden. Dabei steht er gut 62 Grad hoch über dem Horizont. Sein Untergang erfolgt am Morgen um 8:22 Uhr. Bis zum Monatsende verfrühen sich seine Meridiandurchgänge in die Zeit vor Mitternacht. Am 31. des Monats steht er bereits um 22:35 Uhr im Meridian. Die Opposition des Riesenplaneten eignet sich besonders gut, um seine strukturreiche Atmosphäre sowie den Lauf der vier hellsten Galileischen Monde mit Bedeckungen, Schattenwürfen, Verfinsterungen und Transiten vor der Jupiterscheibe zu beobachten. Am Äquator erreicht das stark abgeplattete Jupiterscheibchen zum Oppositionstermin einen Durchmesser von 46,6 Bogensekunden. Am 19. Januar zieht er in einem Abstand von nur 27 Bogenminuten an Delta Geminorum vorbei. In den Tagen davor und danach kann seine Eigenbewegung gegenüber dem Stern gut nachvollzogen werden. Ferner erhält Jupiter am 3. und 30. Januar Besuch vom fast vollen Mond.
Bei Anbruch der Nacht ist der Ringplanet Saturn gut 36 Grad hoch über dem südlichen Horizont im Sternbild Wassermann zu sehen. Am 15. Januar wechselt der 1,0 mag helle Planet in das Sternbild Fische. Am 1. Januar geht Saturn um 22:53 Uhr unter. Bis zum Monatsende verfrühen sich seine Untergänge auf 21:09 Uhr MEZ. Damit verbleiben zum Monatsende hin knapp drei Stunden für die Beobachtung des Ringplaneten. Im Teleskop erscheint sein Äquatordurchmesser 16,3 Bogensekunden groß. Aufgrund der Passage der Erde durch die Ebene des Rings im letzten Jahr erscheint dieser nur 1,5 Grad geöffnet. Somit erscheint der Ring im Teleskop nur als schmaler Strich. Aktuell blicken wir auf die Südhemisphäre des Planeten. Besonders interessant ist die Begegnung des Saturns mit der zunehmenden Mondsichel am Abend des 23. Januars.
Uranus bewegt sich rückläufig durch den Stier und kann knapp fünf Grad südwestlich der Plejaden in der Nähe von zwei 6 mag hellen Sternen aufgefunden werden. Am 1. des Monats geht Uranus um 21:01 Uhr durch den Meridian. Ende Januar steht er bereits zwei Stunden früher im Süden und erreicht dabei eine Höhe von 60 Grad über dem Horizont. Mit einer scheinbaren Helligkeit von 5,7 Größenklassen kann der ferne Eisriese in dunklen Nächten theoretisch bereits mit bloßem Auge gesehen werden. Im Teleskop erscheint er als 3,7 Bogensekunden großes, grünliches Scheibchen, wobei keinerlei Details erkennbar sind.
Der äußere Planet unseres Sonnensystems, Neptun, bewegt sich rechtläufig durch die Fische und verringert seine Sichtbarkeit am Abendhimmel spürbar. Während er am 1. Januar noch um 23:15 Uhr untergeht, sinkt er am 31. Januar bereits um 21:20 Uhr unter den westlichen Horizont. Etwa eineinhalb Stunden vor seinem Untergang lohnt es sich nicht mehr, nach ihm Ausschau zu halten. Mit einer scheinbaren Helligkeit von 7,9 mag ist er nur mit Fernglas oder Teleskop zu sehen. Zum Monatsende hin steht er knapp 2 Grad nordöstlich vom Ringplaneten Saturn entfernt, der als Aufsuchhilfe für den fernen Eisriesen dienen kann. Selbst bei hoher Vergrößerung erscheint Neptun nur als 2,2 Bogensekunden großes, blaugrünes Scheibchen.
Der Zwergplanet (134340) Pluto steht am 23. Januar 2026 im Sternbild Steinbock in Konjunktion zur Sonne und ist daher nicht zu beobachten. Zum Zeitpunkt der Konjunktion ist er 5,447 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt. Erst am 27. Juli wird der Zwergplanet aus dem Kuipergürtel wieder in Opposition zur Sonne stehen.
Helle Kometen und Planetoiden
Der kurzperiodische Komet 24P/Schaumasse bewegt sich weiter in den südlichen Bereich des Bärenhüters entlang der Grenze der Sternbilder Jungfrau und Haar der Berenike. Er ist etwas lichtschwächer als erwartet, kann aber mit einer scheinbaren Helligkeit zwischen 10 und 11 mag mithilfe kleinerer bis mittlerer Teleskope aufgespürt werden.
Der Zwergplanet (1) Ceres ist ein Objekt für den Abendhimmel und im Sternbild Walfisch zu sehen. Seine scheinbare Helligkeit nimmt im Laufe des Monats von 8,9 auf 9,1 mag ab. In dieser Zeit verfrühen sich die Untergänge von Ceres von 23:35 Uhr auf 22:28 Uhr.
Am 2. Januar wandert die 9,8 mag helle (6) Hebe vom Sternbild Wassermann in den Walfisch. Ab dem letzten Monatsdrittel sinkt ihre scheinbare Helligkeit wieder unter die 10. Größenklasse. Am 1. Januar geht Hebe um 22:02 Uhr unter. Bis zum 31. Januar verfrühen sich ihre Untergangszeiten auf 21:39 Uhr.
(7) Iris wird am 7. Januar im Sternbild Löwe stationär und setzt zu ihrer Oppositionsschleife an. Im Laufe des Monats nimmt ihre scheinbare Helligkeit von 9,9 mag auf 9,3 mag stark zu. Am 1. Januar geht sie um 22:22 Uhr im Osten auf. Bis zum 31. Januar verfrühen sich ihre Aufgangszeiten auf 20:20 Uhr MEZ.
(39) Laetitia steht am 27. Januar 2026 im Sternbild Krebs in Opposition zur Sonne und erreicht dabei eine scheinbare Helligkeit von lediglich 10,0 mag. Die Opposition in diesem Jahr fällt daher weniger günstig aus. Die Kulminationszeiten des Asteroiden verfrühen sich von 2:14 Uhr auf 23:48 Uhr.
Der Asteroid mit der Nummer (40) Harmonia steht am 2. Januar 2026 der Sonne im Sternbild Zwillinge genau gegenüber. Harmonia erreicht mit 9,0 Größenklassen fast ihre größtmögliche Helligkeit. Bis zum Monatsende sinkt diese wieder auf unter 10 mag. Am 1. Januar erreicht der Asteroid um 0:17 Uhr die größte Höhe im Süden. Am 31. Januar erfolgt der Meridiandurchgang bereits um 21:45 Uhr. Am 15. Januar kann der 6,4 mag helle Stern SAO 78557 als Aufsuchhilfe für den Asteroiden dienen. Harmonia steht an diesem Tag nur 2,5 Bogenminuten vom Stern entfernt.
Der Asteroid (44) Nysa erreicht am 23. Januar 2026 im Sternbild Krebs eine sehr günstige Opposition zur Sonne und wird dabei maximal 8,6 mag hell sein. Zu Beginn des Jahres beträgt seine Helligkeit noch 9,4 Größenklassen. Am 1. Februar steht Nysa um 2:03 Uhr im Meridian, am 28. Februar, nun mit einer Helligkeit von 8,9 mag, bereits um 23:35 Uhr. Am 22. Januar steht Nysa nur 4,5 Bogenminuten von 20 Cancri (5,8 mag) entfernt.
Meteorströme
Vom 1. bis 12. Januar ist der Meteorstrom der Quadrantiden aktiv, dessen Radiant sich im Sternbild Bärenhüter bei RA 15h 20m und Dek +49° befindet. Der Name des Meteorstroms geht auf das nicht mehr existierende Sternbild Mauerquadrant (Quadrans Muralis) zurück. Das Maximum wird am 3. Januar gegen 16 Uhr Ortszeit erreicht. Leider stört der Vollmond die Beobachtung dieses Stroms, sodass nur die hellsten Meteore sichtbar sind. Gegen Ende der Nacht erreicht der Radiant, im nördlichen Teil des Bärenhüters, eine Höhe von etwa 70 Grad. Die beste Beobachtungszeit ist daher kurz vor Beginn der Morgendämmerung. Im Maximum treten bis zu 120 Meteore pro Stunde auf, die mit mittleren Geschwindigkeiten von 41 km/s in die Erdatmosphäre eindringen. In manchen Jahren wurden sogar mehr als 200 Sternschnuppen beobachtet. Damit gehören die Quadrantiden zu den aktivsten Sternschnuppenströmen des Jahres. Unter optimalen Bedingungen, d. h. ohne störenden Mondschein, können in der Regel bis zu 80 Sternschnuppen beobachtet werden. In den letzten Jahren traten in den Tagen nach dem Maximum vermehrt helle Meteore auf. Ein Ursprungskörper für diesen Sternschnuppenstrom ist nicht bekannt. Seit 2003 wird jedoch der Asteroid 2003 EH1 als Ursprung des Meteorstroms vermutet. Er scheint ein inaktiver Überrest des zerfallenen Kometen C/1490 Y1 zu sein. Auch der periodische Komet 96P/Machholz könnte als Erzeuger der Quadrantiden in Frage kommen.
Die Kappa-Cancriden sind ein relativ neuer Strom, der 2015 erstmals nachgewiesen wurde. Dieser schwache Strom mit nur wenigen Meteoren erreicht sein Maximum am 9. Januar gegen 23:30 Uhr. Leider behindert der abnehmende Mond die Beobachtung. Der Radiant der Kappa-Cancriden liegt 20 Grad südwestlich der Anthelion-Quelle bei RA: 138° und Dek: 9°. Die Sternschnuppen dieses Stroms sind mit etwa 47 Kilometern pro Sekunde deutlich schneller als die der nordöstlich gelegenen Anthelionquelle.
Die Gamma-Ursa-Minoriden sind ein sehr schwacher Strom, der zwischen dem 10. und 22. Januar beobachtet werden kann. Der Radiant dieses Meteorstroms ist zirkumpolar. Das schwache Maximum tritt in der Nacht vom 18. auf den 19. Januar, pünktlich zur Neumondzeit, auf. Gegen Ende der Nacht befindet sich der Radiant im Kasten des Kleinen Bären, etwa 70 Grad über dem Horizont. Bei dunklem Himmel ohne störendes Mondlicht können dann drei Meteore pro Stunde beobachtet werden. Die Meteoroiden dringen mit einer Geschwindigkeit von 31 Kilometern pro Sekunde in die Atmosphäre ein und hinterlassen recht langsame Meteorspuren.
Die Coma-Bereniciden sind seit Dezember aktiv und bis zum 3. Februar nachweisbar. Sie zeigen jedoch nur eine geringe Fallrate von knapp drei Sternschnuppen pro Stunde. Auch die Meteore der Coma-Bereniciden sind mit 64 Kilometern pro Sekunde vergleichsweise schnell.
Im Laufe des Jahres kommt es zu einer Häufung von Meteoren im Bereich der Ekliptik in der Nähe des Gegensonnenpunkts. Dieser als Anthelionquelle bezeichnete Strom kommt im Januar aus der Richtung der Sternbilder Krebs und Löwe. Es handelt sich um Teilchen mit geringer Bahnneigung und kurzen Umlaufzeiten. Im Durchschnitt sind nicht mehr als 4 bis 6 Sternschnuppen mit einer relativ langsamen Geschwindigkeit von 30 Kilometern pro Sekunde zu erwarten.
Der abendliche Fixsternhimmel
Im Norden
Zur unserer Standardbeobachtungszeit finden wir das Sternbild Großer Bär mit der bekannten Figur des Großen Wagens senkrecht zum Horizont im Nordosten. Die Deichsel des Wagens zeigt direkt zum Horizont. Im Laufe der Nacht steigt das Sternbild langsam zum Zenit auf. Verlängert man die hinteren Kastensterne des Wagens um das Fünffache, trifft man auf den Polarstern, der die genaue Nordrichtung anzeigt. Er befindet sich am Ende der Deichsel der Figur des Kleinen Wagens. Dieser gehört zum Sternbild Kleiner Bär, das seine tiefste Position über dem Nordhorizont – auch untere Kulmination genannt – bereits überschritten hat. Darunter hat auch der markante Kopf des Sternbildes Drache seine tiefste Position über dem Nordhorizont erreicht. Die übrigen Sterne des Drachen schlängeln sich gegen den Uhrzeigersinn um die Figur des Kleinen Wagens. Tief im Nordwesten, etwas links unterhalb des Drachen, sollte bei guter Horizontsicht noch Deneb im Sternbild Schwan zu sehen sein. Darüber befindet sich das Sternbild Kepheus und noch höher die Kassiopeia, die auch als „Himmels‑W” bekannt ist. Im Zenitbereich befinden sich die kaum sichtbaren Sternbilder Giraffe und Luchs, die nur sehr lichtschwache Sterne enthalten. Sie sind daher nur bei sehr dunklem Himmel zu erkennen.
Im Osten
Direkt über dem Osthorizont ist das Sternbild Löwe gerade vollständig über dem Horizont erschienen. Es kündigt den nahenden Frühling an. Ein weiteres Sternbild des Frühlingshimmels ist der eher unscheinbare Krebs, der sich nordwestlich des Löwenkopfes befindet. In diesem Sternbild ist unter einem dunklen Himmel ein blasser Nebelfleck erkennbar. Dabei handelt es sich um den offenen Sternhaufen Praesepe (Messier 44), der auch als „Krippe” bezeichnet wird. Knapp unterhalb des Krebses tauchen Kopf und Hals der mächtigen Wasserschlange auf. Östlich davon befindet sich das unscheinbare Sternbild Sextant. Hoch im Südosten sehen wir die Sternenkette der Zwillinge mit den beiden hellen Hauptsternen Kastor und Pollux. Dort verweilt derzeit auch der Riesenplanet Jupiter. Unterhalb der Zwillinge befindet sich der Kleine Hund mit seinem hellen Hauptstern Prokyon. Im Nordosten steigt nun auch der Große Bär immer höher und wird gegen Morgen die Zenitregion erreichen. Unterhalb der Deichsel des Wagens befindet sich das kleine, unscheinbare Sternbild der Jagdhunde. Noch tiefer, in Horizontnähe, sehen wir das Haar der Berenike. Zwischen den Vorderbeinen des Großen Bären und den Zwillingen können wir bei dunklem Himmel den Luchs entdecken, der allerdings nur aus sehr lichtschwachen Sternen besteht.
Im Süden
Im Süden dominieren jetzt die hellen und besonders auffälligen Wintersternbilder. Der eindrucksvolle Himmelsjäger Orion mit seinen drei markanten Gürtelsternen, dem rötlich leuchtenden Stern Beteigeuze an der linken Schulter und dem bläulich leuchtenden Stern Rigel am rechten Fuß steht nun in mittlerer Höhe genau über dem Südpunkt des Horizonts. In diesem Sternbild befindet sich auch der eindrucksvolle Orionnebel, der im Schwert des Himmelsjägers leicht zu erkennen ist und bereits im Feldstecher einen prächtigen Anblick bietet. Unterhalb des Orion entdecken wir das unscheinbare Sternbild des Hasen und links davon den Großen Hund mit dem hellsten Stern am Himmel, Sirius. Bei einem dunklen Standort sind darüber die schwachen Sterne des Einhorns und noch etwas höher das unscheinbare Sternbild des Kleinen Hundes mit seinem hellen Hauptstern Prokyon zu erkennen. Oberhalb des Himmelsjägers befinden sich weitere typische Wintersternbilder. In nordöstlicher Richtung sind dies die beiden Sternenketten der Zwillinge mit den Hauptsternen Kastor und Pollux. Dort können wir auch den Planeten Jupiter entdecken. Er ist derzeit das hellste Objekt am Firmament. Nordwestlich des Orion befindet sich der Stier mit seinem rötlichen Hauptstern Aldebaran und den beiden offenen Sternhaufen Hyaden und Plejaden. Den Zenitbereich nehmen die Sternbilder Fuhrmann, mit dem hellen, gelblich leuchtenden Stern Capella, Luchs und Perseus ein. Vom rechten Fuß des Orion schlängelt sich der Fluss Eridanus langsam zum Südhorizont hinab.
Im Westen
Im Westen verschwinden nun die letzten Sterne des Herbsthimmels. Das markante Pegasusquadrat und die unmittelbar östlich anschließende Andromeda stehen schon sehr tief über dem Westhorizont. Zu unserer Standardbeobachtungszeit ist der Kopf des geflügelten Pferdes längst unter dem Horizont verschwunden. In einer dunklen, mondlosen Nacht können wir im Sternbild Andromeda die 2,5 Millionen Lichtjahre entfernte Andromedagalaxie entdecken. Noch höher liegt das Sternbild Perseus. Auch hier sollte direkt an der Spitze der auf dem Kopf stehenden, Y‑förmigen Figur ein länglicher Nebelfleck zu sehen sein. Es handelt sich um den Doppelsternhaufen h & Chi Persei. Blickt man nach Südwesten, so entdeckt man den östlichen Teil des Sternbildes Stier mit den beiden Sternhaufen Hyaden und Plejaden. Rechts unterhalb des Stiers und westlich der Sternkette der Andromeda befinden sich die eher unscheinbaren Sternbilder Dreieck und Widder. Darunter erkennt man die schwachen Sterne des Sternbildes Fische. Im südwestlichen Teil des Himmels steht das Sternbild Walfisch noch auf halber Höhe über dem Horizont. Auf der anderen Seite des Westpunkts, hoch im Nordwesten, sinkt nun auch die Kassiopeia langsam zum Horizont hinab. Direkt über den Vorderbeinen des Pegasus, also schon recht tief im Nordwesten, ist schließlich noch das unscheinbare Sternbild der Eidechse zu sehen.
Weitere Informationen zum aktuellen Sternhimmel gibt es auf der Seite Sternhimmel.






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