Der Sternhimmel im Februar 2023

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Der Lauf des Mondes

Am Abend des 1. Febru­ar kön­nen wir den zuneh­men­den Mond im Grenz­be­reich der Stern­bil­der Stier und Zwil­lin­ge sehen. Zwei Aben­de spä­ter, am 3. Febru­ar, steht der Mond süd­lich von Pol­lux in den Zwil­lin­gen. Am 4. Febru­ar befin­det er sich direkt nörd­lich des offe­nen Stern­hau­fens der Prae­se­pe im Stern­bild Krebs. Am 5. Febru­ar wird die Voll­mond­pha­se im Stern­bild Löwe durch­lau­fen. Nach der Voll­mond­nacht wird unser stil­ler Beglei­ter nach und nach ein Objekt für die zwei­te Nacht­hälf­te. Der Mond wan­dert wei­ter in Rich­tung Osten und befin­det sich am Abend des 6. Febru­ar nur 4 Grad ober­halb von Regu­lus, dem Haupt­stern im Stern­bild des Löwen. Am 9. des Monats hat unser stil­ler Beglei­ter das Stern­bild Jung­frau erreicht, wo er dann am 11. Febru­ar 4 ½ Grad nord­öst­lich von Haupt­stern Spi­ca auf­ge­fun­den wer­den kann. Am 13. des Monats geht der Mond im letz­ten Vier­tel erst nach Mit­ter­nacht auf und wir kön­nen ihn dann im Stern­bild Waa­ge auf­spü­ren. In den Fol­ge­näch­ten wan­dert der abneh­men­de Mond durch die Stern­bil­der Skor­pi­on und Schüt­ze, wo wir die dün­ne Mond­si­chel, in der schon fort­ge­schrit­te­nen Mor­gen­däm­me­rung des 17. Febru­ars, zum letz­ten Mal über dem süd­öst­li­chen Hori­zont sich­ten kön­nen, bis am 20. des Monats die Neu­mond­pha­se durch­lau­fen wird. Am Abend des 21. Febru­ar taucht die schma­le, zuneh­men­de Mond­si­chel wie­der über dem west­süd­west­li­chen Hori­zont auf und befin­det sich direkt unter­halb der hel­len Pla­ne­ten Venus und Jupi­ter. In der Abend­däm­me­rung des 22. Febru­ar kön­nen wir die Mond­si­chel genau zwi­schen dem Rie­sen­pla­ne­ten und dem Abend­stern im Stern­bild Fische beob­ach­ten. Dabei befin­det sich der Mond 4 Grad süd­lich der Venus und 3 Grad süd­lich von Jupi­ter und bil­det dem­zu­fol­ge ein annä­hernd gleich­schenk­li­ges Drei­eck. Nur einen Abend spä­ter steht die Sichel unse­res Erd­tra­ban­ten ober­halb der Pla­ne­ten. Am 25. des Monats kön­nen wir den Erd­tra­ban­ten knapp 2 ½ Grad nord­öst­lich von Ura­nus auf­fin­den, der aller­dings nur im Fern­glas zu sehen ist. Am Abend des 26. Febru­ar steht der Mond im „Gol­de­nen Tor der Eklip­tik“, das aus den bei­den offe­nen Stern­hau­fen Hya­den und Ple­ja­den im Stern­bild Stier gebil­det wird. Am Abend des 27. Febru­ar befin­det sich der Mond bereits im letz­ten Vier­tel und west­lich unse­res roten Nach­barn Mars. Kurz vor dem Unter­gang der bei­den Him­mels­kör­per, gegen 3 Uhr mor­gens, hat sich der Mond bis auf 1,7 Grad dem Pla­ne­ten ange­nä­hert. Am letz­ten Abend des Monats hat der Mond den Roten Pla­ne­ten bereits hin­ter sich gelas­sen und steht nur etwas mehr 7 Grad öst­lich von diesem.

Die Planeten

Der flin­ke Pla­net Mer­kur stand im Vor­mo­nat am Mor­gen­him­mel und been­det bereits in der ers­ten Febru­ar­wo­che sei­ne Mor­gen­sicht­bar­keit. Am 1. Febru­ar geht Mer­kur um 6:31 Uhr auf und kann dann zu Beginn der bür­ger­li­chen Däm­me­rung noch 5 Grad hoch über dem süd­öst­li­chen Hori­zont auf­ge­spürt wer­den. Dabei beträgt die Hel­lig­keit des Pla­ne­ten ‑0,1 mag. Danach wird Mer­kur unsicht­bar und nähert sich immer wei­ter der Son­ne an. Mit­te März steht er schließ­lich in obe­rer Kon­junk­ti­on zu unse­rem Zen­tral­ge­stirn. Am 15. Febru­ar erreicht Mer­kur das Aphel sei­ner Bahn und befin­det sich dann 70 Mil­lio­nen Kilo­me­ter von der Son­ne entfernt.

Unser Schwes­ter­pla­net Venus ver­bes­sert im Lau­fe des Monats ihre Abend­sicht­bar­keit deut­lich. Sie wan­dert wei­ter nach Nor­den vom Stern­bild Fische in den Wid­der. Dabei nähert sie sich dem Pla­ne­ten Jupi­ter wei­ter an. Am 21. Febru­ar über­schrei­tet sie den Him­mels­äqua­tor in nörd­li­cher Rich­tung. Mit­te Febru­ar befin­det sich der Abend­stern, zum Ende der bür­ger­li­chen Däm­me­rung, bereits 17 Grad hoch im Wes­ten. Die Unter­gän­ge des ‑3,9 mag hel­le Abend­sterns ver­frü­hen sich im Febru­ar von anfangs 19:05 Uhr auf 20:32 Uhr. Zum Monats­en­de hin erkennt man, unter Zuhil­fe­nah­me eines Fern­rohrs, ein zu 86% beleuch­te­tes und 12 Bogen­se­kun­den gro­ßes Pla­ne­ten­scheib­chen. Am Abend des 22. Febru­ar kommt es zu einer inter­es­san­ten und engen Kon­stel­la­ti­on mit dem ‑2,1 mag hel­len Jupi­ter und der zuneh­men­den Mond­si­chel über dem west­li­chen Hori­zont. Am 2. März steht die Venus schließ­lich nur noch eine Voll­mond­brei­te von Jupi­ter entfernt.

Unser roter Nach­bar Mars bewegt sich recht­läu­fig durch das Stern­bild Stier und ist als hel­ler Pla­net immer noch gut am Abend­him­mel zu sehen. Sei­ne Hel­lig­keit sinkt im Febru­ar aller­dings deut­lich von ‑0,3 auf 0,4 mag. Damit ist er immer noch deut­lich hel­ler als Alde­ba­ran, der Haupt­stern im Stern­bild Stier. Am 5. des Monats pas­siert Mars den Stern in nur 8 Grad nörd­li­chen Abstand. Der schein­ba­re Durch­mes­ser des Mars­scheib­chen schrumpft wei­ter­hin von anfangs 10,7 auf 8,3 Bogen­se­kun­den, so dass es immer schwie­ri­ger wird, Ein­zel­hei­ten auf sei­ner Ober­flä­che zu beob­ach­ten. Am 1. Febru­ar geht Mars um 4:22 Uhr im Wes­ten unter. Am 28. Febru­ar sinkt er bereits um 3:18 Uhr unter den Hori­zont. Ende Febru­ar kann der zuneh­men­de Halb­mond nur 2 Grad west­lich des Roten Pla­ne­ten auf­ge­fun­den werden.

Der Rie­sen­pla­net Jupi­ter ver­kürzt sei­ne Sicht­bar­keits­dau­er am Abend­him­mel deut­lich. Er wan­dert wei­ter recht­läu­fig durch die Fische und zieht zwi­schen dem 6. und 19. Febru­ar durch den Wal­fisch. Sei­ne schein­ba­re Hel­lig­keit geht wei­ter leicht zurück und beträgt Ende Febru­ar ‑2,1 mag. Damit ist er nach dem Mond und dem Abend­stern Venus das hells­te Objekt am Abend­him­mel. Die Unter­gän­ge des Rie­sen­pla­ne­ten ver­frü­hen sich von anfangs 21:53 Uhr auf 20:38 Uhr. Bis zum Ende des Monats schrumpft der schein­ba­re Äqua­tor­durch­mes­ser Jupi­ters auf 34,2 Bogen­se­kun­den. Am 22. des Monats, gegen 19 Uhr, kommt es zu einer engen Begeg­nung mit der Mond­si­chel und der Venus, dicht über dem west­li­chen Hori­zont. Sie bil­den dabei eine hüb­sche und äußerst foto­ge­ne Drei­er­kon­stel­la­ti­on. Bis zum 28. Febru­ar nähert sich die Venus wei­ter dem Rie­sen­pla­ne­ten an und steht dann nur noch 1 ½ Grad von Jupi­ter entfernt.

Der Ring­pla­net Saturn hat sich vom Nacht­him­mel end­gül­tig zurück­ge­zo­gen und steht am 16. Febru­ar 2023 in Kon­junk­ti­on mit der Son­ne. Somit bleibt er im gesam­ten Monat unbe­ob­acht­bar mit der Son­ne am Tag­him­mel. Am Tag der Kon­junk­ti­on befin­det sich Pla­net 1,617 Mil­li­ar­den Kilo­me­ter von der Erde entfernt.

Ura­nus bewegt sich recht­läu­fig durch den Wid­der und ist ein Objekt für die 1. Nacht­hälf­te. Im Lau­fe des Monats ver­legt er sei­ne Unter­gän­ge in die Zeit vor Mit­ter­nacht. Geht Ura­nus am 1. Febru­ar noch um 1:41 Uhr unter, sinkt er am 28. Febru­ar bereits um 23:54 Uhr unter die west­li­che Hori­zont­li­nie. Bereits beim Ein­dun­keln steht der Pla­net in der Nähe des Meri­di­ans und halb­hoch über dem Süd­ho­ri­zont. Er kann dabei 13 Grad süd­öst­lich von Alpha Arie­tis auf­ge­fun­den wer­den. Rund zwei Stun­den vor sei­nem Unter­gang muss man Ura­nus von der Beob­ach­tungs­lis­te strei­chen. Mit einer schein­ba­ren Hel­lig­keit von 5,8 mag, kann der fer­ne Pla­net theo­re­tisch schon mit dem blo­ßen Auge gese­hen wer­den. Im Tele­skop zeigt sich der Pla­net als 3,5 Bogen­se­kun­den gro­ßes, grün­li­ches Scheib­chen ohne Details. Am 25. Febru­ar kann der zuneh­men­de Mond in der Nähe von Ura­nus auf­ge­fun­den werden.

Der äuße­re Pla­net unse­res Son­nen­sys­tems, Nep­tun, bewegt sich recht­läu­fig durch das Stern­bild Was­ser­mann, nahe an der Gren­ze zu den Fischen. Er kommt Mit­te nächs­ten Monats in Kon­junk­ti­on zur Son­ne und ist nicht mehr am Abend­him­mel beob­acht­bar. Unter sehr guten Bedin­gun­gen kann man Nep­tun noch zu Beginn des Monats und mit Hil­fe eines licht­star­ken Tele­skops auf­fin­den. An die­sem Abend geht der fer­ne Eis­rie­se bereits um 20:41 Uhr unter. Mit einer Hel­lig­keit 8,0 mag und einer schein­ba­ren Grö­ße von 2,2 Bogen­se­kun­den, kann man auf dem bläu­lich­grü­nen Pla­ne­ten­scheib­chen auch mit sehr hoher Ver­grö­ße­rung kei­ner­lei Ein­zel­hei­ten wahr­neh­men. Am 15. Febru­ar kommt es zu einer sehr engen Kon­junk­ti­on mit dem Abend­stern Venus, in einem Abstand von nur 47 Bogen­se­kun­den. Auf­grund der hel­len Abend­däm­me­rung ist die­se Kon­junk­ti­on mit dem Abend­stern äußerst schwie­rig zu beobachten.

Der Zwerg­pla­net (134340) Plu­to hält such zu nah bei der Son­ne auf und bleibt auch im Febru­ar unbeobachtbar.

Helle Kometen und Planetoiden

Der kurz­pe­ri­odi­sche Komet 81P/Wild wan­dert im Febru­ar vom Stern­bild Waa­ge in den Schlan­gen­trä­ger und ist sehr nied­rig am Mor­gen­him­mel sicht­bar. Mit einer schein­ba­ren Hel­lig­keit um 11 mag, kann der Komet in mitt­le­ren Tele­sko­pen auf­ge­fun­den werden.

Der Komet C/2020 V2 (ZTF) wan­dert vom Stern­bild Kas­sio­peia kom­mend wei­ter in die Andro­me­da und bleibt noch im ers­ten Monats­drit­tel zir­kum­po­lar. Die­se Stern­bil­der ste­hen bei Ein­bruch der Nacht bereits sehr hoch am Him­mel und so ist der Komet opti­mal am Nacht­him­mel zu beob­ach­ten. Mit einer Hel­lig­keit von 9. Grö­ßen­klas­se kann der Schweif­stern bereits in licht­star­ken Fern­glä­sern und klei­nen Tele­sko­pen auf­ge­fun­den werden.

Der Komet C/2022 A2 (Pan­STARRS) ist von unse­ren Brei­ten aus gese­hen zwar zir­kum­po­lar, am bes­ten aber am Abend­him­mel zu sehen. Er zieht wei­ter in Rich­tung Osten, vom Stern­bild Dra­che kom­mend, ent­lang der Gren­ze der Stern­bil­der Kepheus und Schwan, wei­ter in den nörd­li­chen Bereich des Stern­bilds Eidech­se. Der Komet ist momen­tan knapp 4 Grö­ßen­klas­sen hel­ler als erwar­tet. Mit einer schein­ba­ren Hel­lig­keit um 9,5 Grö­ßen­klas­sen kann der Schweif­stern bereits in klei­nen Tele­sko­pen beob­ach­tet wer­den. Zum Monats­en­de steht Pan­STARRS nur weni­ge Bogen­mi­nu­ten nörd­lich von Beta Lacertae.

Der Komet C/2022 E3 (ZTF) ist der Star unter den Kome­ten im Monat Febru­ar. Der noch in der 1. Febru­ar­wo­che zir­kum­po­la­re Komet lief Ende des letz­ten Monats am nörd­li­chen Him­mels­pol vor­bei. Am 1. Febru­ar steht er mit 0,3 AE Ent­fer­nung auch in Erd­nä­he und erreicht zu die­sem Zeit­punkt auch sei­ne größ­te schein­ba­re Hel­lig­keit, mit ca. 4,5 Grö­ßen­klas­sen. Damit soll­te der Schweif­stern, ein dunk­ler Land­him­mel vor­aus­ge­setzt, bereits mit dem blo­ßen Auge sicht­bar sein und ein leich­tes Objekt für den Feld­ste­cher. Auf­grund sei­ner Erd­nä­he wan­dert ZTF sehr schnell über unse­ren Him­mel in Rich­tung Süden. Dabei durch­läuft er die Stern­bil­der Giraf­fe, Fuhr­mann und Stier. Bis zum Monats­en­de geht sei­ne Hel­lig­keit wie­der auf 8,5 Grö­ßen­klas­sen zurück. Auf sei­nem Weg durch die Win­ter­milch­stra­ße begeg­net der Komet zahl­rei­chen Objek­te am Him­mel. Am 6. Febru­ar steht C/2022 E3 nahe Kapel­la und Epsi­lon Auri­gae im Fuhr­mann. Am 8. Febru­ar kann der Komet in der Nähe des Sterns Iota im Fuhr­mann auf­ge­fun­den wer­den. Am 13. Febru­ar zieht der Komet west­lich am offe­nen Stern­hau­fen NGC 1647 im Stern­bild Stier vor­bei. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zur Sicht­bar­keit von C/2022 E3 (ZTF) gibt es in einem geson­der­ten Info­blatt zum Down­load und in einem Blog­ar­ti­kel.

Der Zwerg­pla­net (1) Ceres bremst sei­ne recht­läu­fi­ge Bewe­gung im Stern­bild Jung­frau ab und wird am 8. Febru­ar sta­tio­när. Damit beginnt sei­ne dies­jäh­ri­ge Oppo­si­ti­ons­pe­ri­ode. Ende des Monats zieht Ceres in das Stern­bild Haar der Bere­ni­ke. Die Hel­lig­keit des Him­mels­kör­pers steigt von 7,7 auf 7,2 Grö­ßen­klas­sen, so dass Ceres bereits sehr leicht in licht­star­ken Fern­glä­sern auf­ge­fun­den wer­den kann. Am 1. Febru­ar geht der Zwerg­pla­net um 21:07 Uhr auf. Bis zum 28. Febru­ar ver­frü­hen sich sei­ne Auf­gän­ge auf 19:01 Uhr. Am 16. Febru­ar kann der Zwerg­pla­net in der Nähe von 34 Vir­gi­nis (6,1 mag) beob­ach­tet wer­den. Der gegen­sei­ti­ge Abstand beträgt dann nur 5 Bogen­mi­nu­ten. Am 26. und 28. Febru­ar zieht Ceres recht nahe an zwei hel­len Gala­xien vor­bei und zwar an NGC 4654 (10,5 mag) und NGC 4639 (11,5 mag). Der gegen­sei­ti­ge Abstand beträgt nur 3,0 bzw. 4,5 Bogenminuten.

(2) Pal­las stand Anfang Janu­ar in Oppo­si­ti­on zur Son­ne. Der Him­mels­kör­per zieht im Stern­bild Gro­ßer Hund schnell in Rich­tung Nor­den. Die schein­ba­re Hel­lig­keit des Aste­ro­iden sinkt in die­sem Monat leicht von 7,6 auf 7,8 mag. Damit ist Pal­las immer noch sehr gut in Fern­glä­sern und Tele­sko­pen am Abend­him­mel auf­find­bar. Die Meri­di­an­durch­gän­ge ver­frü­hen sich im Lau­fe des Monats von anfangs 21:51 Uhr auf 20:07 Uhr am Monats­en­de. Am 22. Febru­ar steht Pal­las nur 9,5 Bogen­mi­nu­ten vom 6,5 mag hel­len Stern SAO 151614 entfernt.

(3) Juno kann im Stern­bild Wal­fisch, bei Ein­bruch der Dun­kel­heit, beob­ach­tet wer­den. Die Hel­lig­keit bleibt im Febru­ar, mit 9,7 Grö­ßen­klas­sen, kon­stant. Die Unter­gangs­zei­ten Junos ver­frü­hen sich von anfangs 21:51 Uhr auf 21:24 Uhr.

(4) Ves­ta kann zunächst noch im Stern­bild Wal­fisch auf­ge­fun­den wer­den. Der Klein­pla­net zieht ab dem 3. Febru­ar in die Fische und am 19. Febru­ar aber­mals in den Wal­fisch. Ihre Hel­lig­keit bleibt im gesam­ten Monat Febru­ar kon­stant und beträgt 8,4 Grö­ßen­klas­sen. Am 1. Febru­ar geht Ves­ta um 20:47 Uhr im Wes­ten unter. Am 28. Febru­ar sinkt der Him­mels­kör­per bereits um 20:10 Uhr unter den Hori­zont. Am 4. und 6. Febru­ar befin­det sich der Aste­ro­id nur 8,5 Bogen­mi­nu­ten von 30 Piscis (4,4 mag) bzw. 10 Bogen­mi­nu­ten von 33 Psc (4,6 mag) entfernt.

Der Aste­ro­id (6) Hebe stand im Vor­mo­nat in Oppo­si­ti­on zur Son­ne und ist nach wie vor fast die gesam­te Nacht im Stern­bild Krebs auf­find­bar. Ihre schein­ba­re Hel­lig­keit geht im Lau­fe des Monats stark zurück von anfangs 8,8 auf 9,6 Magni­tu­den. Die Kul­mi­na­ti­ons­zei­ten von Hebe ver­frü­hen sich von 23:59 Uhr auf 21:34 Uhr zum Monatsende.

Meteorströme

Erst vor rela­tiv kur­zer Zeit wur­de die Febru­ar-Eta-Dra­co­ni­den als neu­er Mete­or­strom nach­ge­wie­sen, die zwi­schen dem 2. bis 5. Febru­ar aktiv sind. Der zir­kum­po­la­re Radi­ant liegt in der Nähe von Eta Dra­co­nis an der Posi­ti­on RA = 240° und Dec = +61° und steht zum Mor­gen­grau­en rund 70 Grad hoch über dem Hori­zont. Des­halb ist es rat­sam, in den Stun­den nach Mit­ter­nacht bis kurz vor Beginn der Mor­gen­däm­me­rung nach den Meteo­ren Aus­schau zu hal­ten. Lei­der wird der fast vol­le Mond die Beob­ach­tung stö­ren. Zum Maxi­mums­zeit­punkt sind nur eini­ge weni­ge Meteo­re sicht­bar, die mit einer Geschwin­dig­keit von 31 Kilo­me­tern in der Sekun­de in die Atmo­sphä­re ein­drin­gen und dem­zu­fol­ge eher lang­sa­me Stern­schnup­pen erzeu­gen. Im Jahr 2011 wur­den bis zu 13 Meteo­re pro Stun­de die­ses Stroms nach­ge­wie­sen. Ein Ursprungs­kör­per der Febru­ar-Eta-Dra­co­ni­den ist nicht bekannt.

Am deut­lichs­ten macht sich in die­sem Monat die Ant­he­l­ionquel­le bemerk­bar. Es ist ein ganz­jäh­ri­ger Mete­or­strom aus der Eklip­tik­re­gi­on, des­sen Radi­ant sich etwa 12 Grad öst­lich des Gegen­son­nen­punk­tes befin­det. Der Radi­ant nimmt ein gro­ßes Gebiet von min­des­tens 30 x 20 Grad am Him­mel ein. Das Zen­trum wan­dert im Febru­ar durch das gesam­te Stern­bild Löwe. Die weni­gen Meteo­re der Ant­he­l­ionquel­le sind mit 30 km/s nicht sehr schnell. Als Ursprungs­kör­per gilt der kurz­pe­ri­odi­sche Komet 2P/Encke.

Der abendliche Fixsternhimmel

Sternhimmel Februar 2023
Der Stern­him­mel am 15. Febru­ar 2023 um 22:00 Uhr MEZ

Im Norden

Zu unse­rer Stan­dard­be­ob­ach­tungs­zeit fin­den wir das Stern­bild des Gro­ßer Bären, mit der bekann­ten Figur des Gro­ßen Wagens, in mitt­le­rer Höhe und senk­recht mit der Deich­sel nach unten im Nord­os­ten. Das Stern­bild wird im Lau­fe der Nacht noch höher stei­gen und schließ­lich gegen Mor­gen die Zenit­re­gi­on errei­chen. Ver­län­gern wir die hin­te­ren Kas­ten­ster­ne des Wagens um das Fünf­fa­che, fin­den wir auch den Polar­stern im Stern­bild Klei­nen Bär, der exakt die Nord­rich­tung angibt. Direkt unter­halb des Klei­nen Bären hat der Dra­che soeben sei­ne tiefs­ten Punkt im Nor­den, die unte­re Kul­mi­na­ti­on, über­schrit­ten und steigt nun lang­sam wie­der höher. Dabei schlän­gelt sich der Dra­che um die Figur des Klei­nen Wagens her­um. In mitt­le­rer Höhe über dem Hori­zont, und west­lich des Dra­chens gele­gen, fällt noch das Stern­bild Kepheus auf, das annä­hernd wie das Dach eines Hau­ses erscheint. Halb­hoch im Nord­wes­ten steht auch die Kas­sio­peia, die auf­grund ihrer ein­präg­sa­men Form auch „Himmels‑W“ genannt wird. Noch etwas höher sind die schwa­chen Ster­ne der Giraf­fe, auch unter einem dunk­len Land­him­mel, kaum aus­zu­ma­chen. Bei opti­ma­ler Sicht zum Nord­ho­ri­zont soll­te noch in gerin­ger Höhe der Stern Deneb im Stern­bild Schwan und die Wega in der Lei­er erkenn­bar sein.

Im Osten

Unser Blick in Rich­tung Osten führt uns wie­der zum Gro­ßen Wagen zurück. Sei­ne zwei letz­ten Deich­selster­ne wei­sen auf einen sehr hel­len röt­lich leuch­ten­de Stern direkt über dem ost­nord­öst­li­chen Hori­zont: Hier­bei han­delt es sich um Ark­tur, den Haupt­stern im Stern­bild Bären­hü­ter. Zwi­schen die­sen bei­den Stern­bil­dern befin­den sich die unschein­ba­ren Jagd­hun­de und die schwa­chen Ster­ne des Haar der Bere­ni­ke. Noch wei­ter in Rich­tung Ost­ho­ri­zont sind soeben die ers­ten Ster­ne der Jung­frau, mit­samt ihren rei­chen Gala­xien­ge­bie­te, auf­ge­gan­gen, die vom nahen­den Früh­ling kün­den. In mitt­le­rer Höhe über dem Hori­zont fin­den wir noch das mäch­ti­ge Stern­bild des Löwen. Nord­west­lich des Löwen­kop­fes ste­hen die schwa­chen Ster­ne des Kreb­ses. Hier kann in einer dunk­len, mond­schein­lo­sen Nacht der offe­ne Stern­hau­fen der Krip­pe (Prae­se­pe, Mes­sier 44), der auch als Bie­nen­stock­hau­fen bekannt ist, als unschein­ba­res Licht­fleck­chen, selbst mit dem blo­ßen Auge, erkannt wer­den. In Fern­glä­sern und in klei­nen Tele­sko­pen bie­tet die­ser Stern­hau­fen einen präch­ti­gen Anblick.

Im Süden

Der Süden des Him­mels wird bis in die Zenit­re­gi­on von zahl­reich hel­len Ster­nen des Win­ter­him­mels domi­niert. Siri­us, der hells­te Stern des Him­mels und Haupt­stern des Gro­ßen Hun­des, hat soeben den Meri­di­an über­schrit­ten. Öst­lich des Süd­punk­tes erken­nen wir bei guter Hori­zont­sicht die nörd­li­chen Aus­läu­fer des Stern­bilds Hin­ter­deck und dar­über die äußerst schwa­chen Ster­ne des Ein­horns. Noch wei­ter höher fin­den wir mit dem Haupt­stern Pro­kyon das Stern­bild des Klei­nen Hun­des und dar­über, genau im Meri­di­an, die dop­pel­te Ster­nen­ket­te der Zwil­lin­ge, mit den bei­den Haupt­ster­nen Kas­tor und Pol­lux. Die Zenit­re­gi­on wird vom unschein­ba­ren Stern­bild Luchs ein­ge­nom­men. Das auf­fäl­ligs­te Stern­bild in die­ser Him­mels­re­gi­on ist aber der Him­mels­jä­ger Ori­on, in mitt­le­rer Höhe im Süd­wes­ten. Die auf­fäl­li­gen Gür­tel­ster­nen, der röt­li­che erschei­nen­de lin­ke Schul­ter­stern Betei­geu­ze und der blau­wei­ße Stern Rie­gel, sprin­gen hier sofort ins Auge. Der Ori­on­ne­bel, im Schwert­ge­hän­ge des Him­mels­jä­gers, ist schon mit dem blo­ßen Auge zu erken­nen und bie­tet in jedem Fern­glas und Tele­skop einen präch­ti­gen Anblick. Ober­halb des Him­mels­jä­gers ent­de­cken wir den öst­li­chen Teil des Stern­bilds Stier, mit dem Haupt­stern Alde­ba­ran. Dort befin­det sich zur Zeit unser roter Nach­bar Mars. Wei­ter höher steht das Stern­bild Fuhr­mann, mit der gelb­lich leuch­ten­den Kapel­la. Im Fuhr­mann kön­nen wir die drei hel­len Stern­hau­fen M 36, M 37, und M 38 auf­fin­den, die kei­nes­falls auf unse­rer Beob­ach­tungs­lis­te für den Feld­ste­cher feh­len dür­fen. Unter­halb des Ori­ons ent­de­cken wir noch das unschein­ba­re Stern­bild des Hasen. Wir wen­den uns wie­der den öst­li­chen Teil des Meri­di­ans zu. Hier kön­nen wir schon die ers­ten Ster­ne des Früh­lings­him­mels beob­ach­ten. Zum einen fin­den wir dort das nur aus schwa­chen Ster­nen bestehen­de Stern­bild Krebs und direkt dar­un­ter der Kopf der Was­ser­schlan­ge, die sich bis zum süd­öst­li­chen Hori­zont erstreckt, sowie das nur aus sehr schwa­chen Ster­ne bestehen­de Stern­bild des Sextanten.

Im Westen

Genau über dem West­punkt und noch hoch am Him­mel steht Kapel­la, der Haupt­stern des Stern­bilds Fuhr­mann. Rechts ober­halb des Fuhr­mann sind an dunk­len Stand­or­ten noch die schwa­chen Ster­ne der Giraf­fe aus­zu­ma­chen. Dar­un­ter steht der Per­seus, in mitt­le­rer Höhe über dem Hori­zont. Unter­halb von Fuhr­mann und Per­seus ent­de­cken wir auch den Stier, mit sei­nem röt­lich erschei­nen­den Haupt­stern Alde­ba­ran und den bei­den offe­nen Stern­hau­fen Hya­den und Ple­ja­den, die schon mit blo­ßem Auge zu erken­nen sind. Unser roter Nach­bar Mars, im sel­ben Stern­bild, befin­det sich jetzt mit­tel­hoch im Wes­ten. Öst­lich des Stiers befin­det sich der Ori­on und direkt über dem Him­mels­jä­ger, die bei­den Ster­nen­ket­ten der Zwil­lin­ge. Auf der gegen­über­lie­gen­den Sei­te in mitt­le­rer Höhe im Nord­os­ten, befin­det sich das Stern­bild Kas­sio­peia, auch bekannt als „Himmels‑W“. Die letz­ten Ster­ne des Herbst­him­mels ste­hen nun eben­falls kurz vor ihrem Unter­gang. Direkt im Nord­wes­ten ver­sinkt gera­de das Stern­bild Andro­me­da und die letz­ten Ster­ne des Pega­sus unter den Hori­zont. Wei­ter in Rich­tung Wes­ten fol­gen die Stern­bil­der Drei­eck, Wid­der und das nur aus schwa­chen Ster­nen bestehen­de Stern­bild der Fische. Über dem West­ho­ri­zont schaut gera­de noch der Kopf des Wal­fi­sches her­vor, der aber auf­grund sei­ner Hori­zont­nä­he kaum erkannt wer­den kann. Im Süd­wes­ten ste­hen noch die nörd­li­chen Aus­läu­fer des Flus­ses Eri­danus, der direkt neben Rigel ent­springt, dem weiß leuch­ten­den Fuß­stern des Him­mels­jä­gers Orion.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum aktu­el­len Stern­him­mel gibt es auf der Sei­te Stern­him­mel.

Andreas

Andreas Schnabel war bis zum Ende der Astronomie-Zeitschrift "Abenteuer Astronomie" im Jahr 2018 als Kolumnist tätig und schrieb dort über die aktuell sichtbaren Kometen. Er ist Mitglied der "Vereinigung für Sternfreunde e.V.". Neben Astronomie, betreibt der Autor des Blogs auch Fotografie und zeigt diese Bilder u.a. auf Flickr.

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