Objekte des Monats: Die Praesepe Messier 44

Der offe­ne Stern­hau­fen Mes­sier 44 (NGC 3632) im Stern­bild Krebs (Can­cer), war auf­grund sei­ner Hel­lig­keit schon in prä­his­to­ri­schen Zei­ten bekannt. Die anti­ken Grie­chen und Römer sahen in dem Objekt eine Krip­pe, aus der zwei Esel aus der grie­chi­schen Mytho­lo­gie fra­ßen. Der grie­chi­sche Dich­ter und Phi­lo­soph Ara­tos (um 260 v. Chr.) erwähn­te den Stern­hau­fen als „klei­nen Nebel“ bereits in sei­nem Gedicht „Phai­no­mai­na“. Die anti­ken grie­chi­schen Astro­no­men Hip­par­chos , der den Stern­hau­fen als „klei­ne Wol­ke“ oder „wol­ki­gen Stern“, und…

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Objekte des Monats: Der „Doppelsternhaufen“ Messier 46 & Messier 47

Der offe­ne Stern­hau­fen Mes­sier 46 (NGC 2437) wur­de am 19. Febru­ar 1771 von dem fran­zö­si­schen Astro­no­men Charles Mes­sier ent­deckt. Er beschrieb ihn als Hau­fen schwa­cher Ster­ne mit etwas Nebel und war das 1. Objekt, nach­dem er die ers­te Aus­ga­be sei­ner berühm­ten Nebel­lis­te ver­öf­fent­licht hat­te. Caro­li­ne Her­schel, die Schwes­ter des deutsch-bri­­ti­­schen Astro­no­men Wil­helm Her­schel, ent­deck­te den Stern­hau­fen am 4. März 1783 unab­hän­gig von Mes­sier. Her­schel ver­maß die Posi­ti­on des Stern­hau­fens 2 Jah­re spä­ter und nahm ihn in seine…

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Objekte des Monats: Die Hyaden Melotte 25

Die Hya­den, auch „Regen­ge­stirn“ genannt, sind nach den Ple­ja­den der bekann­tes­te offe­ne Stern­hau­fen an unse­rem Him­mel. Sie bil­den den Kopf des Stern­bil­des Stiers (Tau­rus) und sind auch unter ihrem Eigen­na­men seit dem Alter­tum bekannt. So wird der Stern­hau­fen schon in den Auf­zeich­nun­gen von Homer bis Ovid erwähnt. Die Hya­den stel­len die himm­li­schen Halb­schwes­tern der Ple­ja­den und die fünf Töch­ter von Atlas und Aithra dar, die den Tod ihres Bru­ders Hyas, der auf der Jagd getö­tet wur­de, betrauern.…

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Objekte des Monats: Der Herkuleshaufen Messier 13

Messier 13

Der Kugel­stern­hau­fen Mes­sier 13 (NGC 6205) im Stern­bild Her­ku­les wur­de im Jahr 1714 von dem eng­li­schen Astro­no­men Sir Edmund Hal­ley mit dem blo­ßen Auge, als dif­fu­ses Nebel­chen ent­deckt. Am 1. Juni 1764 fand ihn auch der fran­zö­si­sche Astro­nom Charles Mes­sier und nahm ihn anschlie­ßend in sei­ne berühm­te Nebel­lis­te auf. Er beschrieb den Stern­hau­fen als 6 Bogen­mi­nu­ten gro­ßen, run­den leuch­ten­den Nebel ohne Ster­ne, im Gür­tel des Her­ku­les und mit hel­le­rem Zen­trum, in der Nähe zwei­er Ster­ne. Erst der…

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Objekte des Monats: Der Kugelsternhaufen Messier 3

Mario Messier 3

Mes­sier 3 (NGC 5272), im nörd­li­chen Stern­bild der Jagd­hun­de (Canes Vena­ti­ci), ist ein galak­ti­scher Kugel­stern­hau­fen, der am 3. Mai 1764 von dem fran­zö­si­schen Astro­no­men Charles Mes­sier ent­deckt wur­de. Es war das ers­te Objekt, das Mes­sier eigen­hän­dig auf­ge­fun­den hat. Er beschrieb das Objekt als 3 Bogen­mi­nu­ten gro­ßen, run­den Nebel ohne Ster­ne, mit einem leuch­ten­den Zen­trum und nahm ihn dann als 3. Objekt in sei­nen berühm­ten Nebel­ka­ta­log auf. Wahr­schein­lich war es die­ses Objekt, das Mes­sier ver­an­lasst hat, eine systematische…

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Objekte des Monats: Messier 35 & NGC 2158

Der offe­ne Stern­hau­fen Mes­sier 35 (NGC 2168) in den Zwil­lin­gen (Gemi­ni) wur­de von dem Schwei­zer Astro­no­men Phil­ip­pe Loys de Ché­seaux vor dem Jahr 1745/46 ent­deckt und in sei­nen Abschrif­ten erwähnt. Der eng­li­sche Astro­no­men John Bevis fand den Stern­hau­fen vor dem Jahr 1750 unab­hän­gig von Ché­seaux und ver­öf­fent­lich­te die­sen in sei­nem Ster­n­at­las „Ura­no­gra­phia Bri­tan­ni­ca“. Am 30. August 1764 beob­ach­te­te der fran­zö­si­sche Astro­nom Charles Mes­sier das Objekt und nahm den Stern­hau­fen als Num­mer 35 in sei­nen berühm­ten Nebel­ka­ta­log auf.…

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Neue Artikelserie im Blog: „Objekte des Monats“

Dem­nächst wird hier im Blog eine neue Arti­kel­se­rie erschei­nen, die die inter­es­san­tes­ten Deep-Sky-Obje­k­­te für klei­ne Instru­men­te behan­deln wird. Seit dem Jahr 2009 erscheint auf mei­ner Home­page das „Objekt des Monats“ mit inter­es­san­ten Beschrei­bun­gen und Auf­such­kar­ten. Lang­sam wird es aber Zeit, die Tex­te aller bis­her dort erschie­ne­nen Objekt – immer­hin ist die Lis­te bereits über 150 Objek­te lang – zu über­ar­bei­ten und auch die Stern­kar­ten in ein moder­ne­res und gut les­ba­res For­mat zu brin­gen. Ich pla­ne des­halb jeden…

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Viele Beobachtungsnächte, Kometen und Starlink

In den letz­ten zwei Wochen gab es fast durch­ge­hend die Gele­gen­heit, sich astro­no­misch zu betä­ti­gen. Dank des guten Wet­ters und der tro­cke­nen und kla­ren Luft, waren die astro­no­mi­schen Bedin­gun­gen für zahl­rei­che aus­gie­bi­ge Beob­ach­tungs­näch­te gege­ben. Auch ich beob­ach­te­te ins­ge­samt 4 Mal am 15., 19., 20. und 22. April 2020 von mei­nem Stand­ort aus, inmit­ten des Spree­wal­des. In der 4. Beob­ach­tungs­nacht maß mein SQM‑L sogar 21,63 mag/arcsec². Und Auf­grund der sehr guten Durch­sicht, konn­ten Ster­ne noch mit einer Helligkeit…

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