Nero deinstallieren

Lese­zeit: 2 Minu­ten

…ein­fa­cher gesagt als getan, wem man sich in diver­sen Sup­port- und Com­pu­ter Foren ein­mal umhört. Oft möch­te man die alte Ver­si­on des Pro­gramms von der Plat­te schmei­ßen um eine aktu­el­le zu instal­lie­ren bzw. sich von die­sem Pro­dukt end­gül­tig tren­nen. Und hier schei­tert oft der Ver­such, die­sen ele­men­ta­ren Vor­gang des mün­di­gen Anwen­ders durch­zu­füh­ren, weil Nero sich ein­fach wei­gert, diver­se Feh­ler­mel­dun­gen aus­gibt und so den Puls des Anwen­ders in unge­ahn­te Höhen schnel­len lässt. Wenn es den wider erwar­ten doch noch gelingt, die Soft­ware über Systemsteuerung/Software zu deinstal­lie­ren, blei­ben vie­le Res­te in der Regis­try und auf der Fest­plat­te zurück. 

Abhil­fe schafft das Nero Gene­ral Clean Tool vom Her­stel­ler, wel­ches alle (oder bes­ser nahe­zu alle) Nero Kom­po­nen­ten, Plugins und Regis­try-Ein­trä­ge rück­stands­los ent­fer­nen kann. Es ist auch emp­feh­lens­wert bei einer Deinstal­la­ti­on und anschlie­ßend Neu­in­stal­la­ti­on des Pro­dukts. Selt­sam ist nur, dass der Her­stel­ler es nicht fer­tig bekommt, schon im Pro­dukt sel­ber eine funk­tio­nie­ren­de Deinstal­la­ti­ons­rou­ti­ne zu imple­men­tie­ren, so dass der Anwen­der im Zwei­fels­fall auf die­ses Tool zurück­grei­fen muss. Auch ent­fernt es nicht alle Regis­try-Ein­trä­ge, wie ich mit Hil­fe des Win­dows eige­nen Regis­try Edi­tors fest­stel­len konnte.

Glück­li­cher­wei­se hat bei mir die nor­ma­le Deinstal­la­ti­ons­rou­ti­ne über die Sys­tem­steue­rung funk­tio­niert. Zur Sicher­heit habe ich noch das Tool drü­ber­lau­fen las­sen, was eini­ge Zeit in Anspruch nahm. Nach dem anschlie­ßen­den Neu­start des Rech­ners fand ich aber dann noch Ein­trä­ge in der Regis­try, die ich zum größ­ten Teil mit CClea­ner und Tun­eUp Uti­li­ties weg­be­kam. Gewun­dert habe ich mich nur, war­um die bei­den Clea­ning Tools diver­se Mul­ti­me­dia-Datei­endun­gen (z.B. .jpg, .bmp, .png, .gif, .mp3, .avi, .wav, .wma, .wmv etc.) als nicht mehr ver­wen­det auf­führ­te. Der Grund dafür war, dass Nero die­se Datei­ty­pen für sich bean­spruch­te und die Zuord­nung zu die­sen Datei­en ent­spre­chen änder­te, egal ob man die­sen Punkt bei der benut­zer­de­fi­nier­ten Instal­la­ti­on abge­wählt hat­te oder nicht. So ging bei der Deinstal­la­ti­on auch der Schlüs­sel „Per­cei­ved­Ty­pe“ ver­lo­ren, der nor­ma­ler­wei­se bei Video-Files auf „video“ und bei Bil­dern auf „image“ ste­hen muss. Jetzt kann man natür­lich Abhil­fe schaf­fen, indem man z.B. unter Win­dows XP über Explorer/Extras/Ordneroptionen/Dateitypen ein Stan­dard­pro­gramm zum Öff­nen die­ser Datei­en zuweist. Zwar klappt es jetzt wie­der, die Datei mit dem zuge­wie­se­nen Pro­gramm zu öff­nen, der Regis­try-Schlüs­sel bleibt aber aber nach wie vor ver­lo­ren. Das hat zur Fol­ge, dass die­se Datei­en zum Bei­spiel im Win­dows Media Cen­ter nicht mehr ange­zeigt wer­den. Offen­sicht­lich hat Nero hier wirk­lich gan­ze Arbeit geleistet.

Zum Glück gibt es für das Pro­ble­me einen ein­fa­che­ren Lösungs­weg: In der Regis­try sind unter HKEY_CLASSES_ROOT alle Datei­endun­gen regis­triert, dar­un­ter auch die betref­fen­den Media-Files. Auf einem ande­ren, funk­ti­ons­fä­hi­gen oder jung­fräu­li­chen PC öff­net man den Regis­try-Edi­tor über Start/Ausführen/ rege­dit und sucht sich die Teil­struk­tur HKEY_CLASSES_ROOT her­aus. Nun kann man hier alle rele­van­ten Video- und Bild­for­mat-Endun­gen expor­tie­ren, in dem man mit der rech­ten Maus­tas­te auf dem jewei­li­gen Ein­trag klickt und „expor­tie­ren“ wählt. Jetzt noch Spei­cher­ort und Datei­na­me ange­ben, damit die Datei­zu­ord­nung in einer extra Datei mit der Endung .reg gesi­chert wird. Das Zurück­spie­len geht eben­so ein­fach, indem man die gesi­cher­te Datei auf dem betrof­fe­nen Rech­ner ein­fach per „Dop­pel­klick“ öff­net. Danach den Rech­ner neu star­ten und das Pro­blem soll­te gelöst sein. 🙂

Als Brenn­pro­gramm setz­te ich momen­tan die Free­ware CDBur­ner XP ein. Das Pro­gramm scheint auf den ers­ten Blick jeden­falls für mei­ne Zwe­cke völ­lig aus­rei­chend zu sein, da ich die Zusatz­tools von Nero sowie­so nie benutzt habe. Als wei­te­re Free­ware Alter­na­ti­ven wären natür­lich noch DeepBur­ner Free und ImgBurn zu nen­nen. Asham­poo Bur­ning Stu­dio 2010 wird von Chip.de sogar als Voll­ver­si­on zum Down­load ange­bo­ten. Wer eher Open Source bevor­zugt, kann auch mal einen Blick auf Infra­Re­cor­der werfen.

Andreas

Andreas Schnabel war bis zum Ende der Astronomie-Zeitschrift "Abenteuer Astronomie" im Jahr 2018 als Kolumnist tätig und schrieb dort über die aktuell sichtbaren Kometen. Neben Astronomie, betreibt der Autor des Blogs auch Fotografie und zeige diese Bilder u.a. auf Flickr.

Ein Kommentar:

  1. Dan­ke für den Beitrag

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