Webb entdeckt neue Details in der Atmosphäre des Exoplaneten WASP-121 b

Astro­nom­in­nen und Astro­no­men haben deut­li­che Unter­schie­de in den atmo­sphä­ri­schen Bedin­gun­gen zwi­schen den mor­gend­li­chen und abend­li­chen Über­gangs­zo­nen des ultra­hei­ßen Gas­pla­ne­ten WASP-121 b nach­ge­wie­sen. Die­se Zonen tren­nen Tag und Nacht und wer­den im Fach­jar­gon als Ter­mi­na­to­ren bezeich­net. Die­ser Erfolg war nur dank der uner­reich­ten Emp­find­lich­keit des James-Webb-Wel­t­raum­­te­­le­skops (JWST) mög­lich. Ein Team von For­schen­den unter der Lei­tung von Cyril Gapp, Dok­to­rand am Max-Planck-Ins­ti­­tut für Astro­no­mie (MPIA) in Hei­del­berg, wies die­ses Phä­no­men nach, das zuvor durch theo­re­ti­sche Berech­nun­gen vor­her­ge­sagt wor­den war. Bestä­ti­gung von…

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Webb untersucht die Oberfläche eines Gesteinsplaneten

Mit­hil­fe des Instru­ments MIRI (Mid-Infrared Instru­ment) an Bord des James-Webb-Wel­t­raum­­te­­le­skops (JWST) unter­such­te ein For­schungs­team die Ober­flä­chen­zu­sam­men­set­zung des Gesteins­pla­ne­ten LHS 3844 b. Gelei­tet wur­de die Grup­pe von Sebas­ti­an Zie­ba (Cen­ter for Astro­phy­sics | Har­vard & Smit­h­so­ni­an, Cam­bridge, USA), einem ehe­ma­li­gen Dok­to­ran­den am Max-Planck-Ins­ti­­tut für Astro­no­mie (MPIA) in Hei­del­berg, sowie von Lau­ra Kreid­berg, Direk­to­rin am MPIA und wis­sen­schaft­li­che Lei­te­rin der Stu­die (Prin­ci­pal Inves­ti­ga­tor). Über die Bestim­mung von Exo­­pla­­ne­­ten-Atmo­sphä­­ren hin­aus stellt die Ent­schlüs­se­lung geo­lo­gi­scher Eigen­schaf­ten von Pla­ne­ten, die fer­ne Ster­ne umkrei­sen, den…

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Webb entdeckt Wassereiswolken auf Exo-Jupiter

Ein Team aus Astro­no­men unter der Lei­tung von Eli­sa­beth Matthews am Max-Planck-Ins­ti­­tut für Astro­no­mie (MPIA) hat eine Ent­de­ckung gemacht, die die Gren­zen vie­ler aktu­el­ler Model­le von Exo­pla­ne­ten­at­mo­sphä­ren auf­zeigt: Was­ser­eis­wol­ken auf einem fer­nen, Jupi­­ter-ähn­­li­chen Exo­pla­ne­ten namens Epsi­lon Indi Ab. Wie die­se Beob­ach­tun­gen durch­ge­führt wur­den, ist ein inter­es­san­ter Schritt hin zum gro­ßen Fern­ziel der Exo­pla­ne­ten­for­schung: der Ent­de­ckung und Cha­rak­te­ri­sie­rung eines erd­ähn­li­chen Exo­pla­ne­ten. Schritt für Schritt zur zwei­ten Erde Die Exo­pla­ne­ten­for­schung hat ein ehr­gei­zi­ges lang­fris­ti­ges Ziel: Irgend­wann in den nächsten…

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Die turbulente Jugend junger Planetensysteme

Astro­nom­in­nen und Astro­no­men haben die bis­her detail­lier­tes­ten Schnapp­schüs­se von Pla­ne­ten­sys­te­men in einer Ära auf­ge­nom­men, die lan­ge Zeit im Dun­keln lag. Die ALMA-Stu­­die ARKS (ALMA sur­vey to Resol­ve exo­Kui­per belt Sub­s­truc­tures, etwa: ALMA-Stu­­die zur Auf­de­ckung von Sub­struk­tu­ren in Exo-Kui­­per-Gür­­­teln) hat mit Hil­fe des Ata­ca­ma Lar­ge Millimeter/submillimeter Array (ALMA) die schärfs­ten Bil­der aller Zei­ten von 24 Trüm­mer­rin­gen auf­ge­nom­men, den stau­bi­gen Gür­teln, die nach der Ent­ste­hung von Pla­ne­ten zurück­blei­ben. Die­se Schei­ben sind das kos­mi­sche Äqui­va­lent zu den Teen­ager­jah­ren von Planetensystemen…

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Zerstörerische Kollisionen in einem jungen Planetensystem

Astro­nom­in­nen und Astro­no­men, dar­un­ter Bin Ren vom Max-Planck-Ins­ti­­tut für Astro­no­mie, haben mit dem Hub­­b­le-Wel­t­raum­­te­­le­­skop die Fol­gen kata­stro­pha­ler Kol­li­sio­nen zwi­schen gro­ßen Gesteins­kör­pern in einem sich ent­wi­ckeln­den Pla­ne­ten­sys­tem um den Stern Fomal­haut beob­ach­tet. Die­se Ereig­nis­se ent­spre­chen dem aner­kann­ten Modell, wonach Pla­ne­te­si­ma­le, Aste­ro­iden und Kome­ten mit­ein­an­der kol­li­die­ren und dabei Trüm­mer erzeu­gen, die zur Ent­ste­hung von Pla­ne­ten bei­tra­gen. Wis­sen­schaft­ler gehen davon aus, dass auch das jun­ge Son­nen­sys­tem eine Pha­se inten­si­ver Ein­schlä­ge durch­lief, in der Trüm­mer die­ser Kol­li­sio­nen spä­ter die jun­ge Erde,…

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SPHERE enthüllt Strukturen in fernen Trümmerscheiben

Es ist eine regel­rech­te Gale­rie von Trüm­mer­schei­ben um Exo­pla­ne­ten, also Pla­ne­ten jen­seits unse­res Son­nen­sys­tems: 51 schwie­rig zu beob­ach­ten­de Objek­te, von denen das SPHE­­RE-Instru­­ment am Very Lar­ge Telescope der ESO detail­rei­che Bil­der erstel­len konn­te. Gaël Chau­vin (Max-Planck-Ins­ti­­tut für Astro­no­mie), Pro­jekt­wis­sen­schaft­ler des SPHE­­RE-Instru­­ments und Koau­tor der zuge­hö­ri­gen Ver­öf­fent­li­chung sagt: „Die­ser Daten­satz ist ein astro­no­mi­scher Schatz. Er bie­tet außer­ge­wöhn­li­che Ein­bli­cke in die Eigen­schaf­ten von Trüm­mer­schei­ben und ermög­licht Rück­schlüs­se auf klei­ne­re Kör­per wie Aste­ro­iden und Kome­ten in die­sen Sys­te­men, die auf…

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„Schwarzloch-Sterne“ könnten Rätsel um frühe Galaxien lösen

Ein neu ent­deck­tes Objekt, das Astro­nom­in­nen und Astro­no­men „The Cliff“ (die Klip­pe) getauft haben, könn­te ein Rät­sel lösen, das sich aus Beob­ach­tun­gen des frü­hen Uni­ver­sums mit dem James-Webb-Wel­t­raum­­te­­le­­skop (JWST) ergibt. Es betrifft eine Popu­la­ti­on von weit ent­fern­ten, hel­len Objek­ten, die „klei­ne rote Punk­te“ genannt wer­den: Han­del­te es sich dabei um jun­ge Gala­xien, wäre deren beträcht­li­che Mas­se mit den aktu­el­len Model­len der kos­mi­schen Evo­lu­ti­on schwer zu erklä­ren. „The Cliff“ legt eine ande­re Lösung nahe: Klei­ne rote Punk­te sind…

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JWST ermittelt den Ursprung des extrem heißen Exoplaneten WASP-121b

Beob­ach­tun­gen mit dem Welt­raum­te­le­skop James Webb (JWST) haben neue Hin­wei­se dar­auf gelie­fert, wie der Exo­pla­net WASP-121b ent­stan­den ist und wo er sich ursprüng­lich in der Gas- und Staub­schei­be um sei­nen Stern gebil­det haben könn­te. Die­se Erkennt­nis­se beru­hen auf dem Nach­weis meh­re­rer wich­ti­ger Mole­kü­le: Was­ser­dampf, Koh­len­mon­oxid, Sili­zi­um­mon­oxid und Methan. Dar­aus erstell­te ein Team unter der Lei­tung der Astro­no­men Tho­mas Evans-Soma und Cyril Gapp eine Bestands­auf­nah­me des Kohlenstoff‑, Sau­er­­stoff- und Sili­zi­um­ge­halts in der Atmo­sphä­re von WASP-121b. Ins­be­son­de­re der Nachweis…

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Euclid gewährt erste Einblicke in die Tiefen des Universums

Die deut­schen Mit­glie­der des Euclid-Kon­­­sor­­ti­ums haben maß­geb­lich zur Erstel­lung des ers­ten gro­ßen Daten­sat­zes der Mis­si­on bei­getra­gen, den die Euro­päi­sche Welt­raum­or­ga­ni­sa­ti­on ESA nun ver­öf­fent­licht hat. Die Daten umfas­sen beein­dru­cken­de Auf­nah­men tie­fer Him­mels­fel­der mit ins­ge­samt 26 Mil­lio­nen Gala­xien. Bei vie­len sind feins­te Struk­tu­ren zu sehen. Zudem wur­den die Form und Ent­fer­nung von über 380.000 Gala­xien bestimmt. Doch die­ser ein­drucks­vol­le Mei­len­stein ist erst der Auf­takt zu den bahn­bre­chen­den Erkennt­nis­sen, die in den kom­men­den Jah­ren fol­gen wer­den. Die Daten decken ein…

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Detaillierte Karte des kosmischen Staubs der Milchstraße

Astro­no­men des Max-Planck-Ins­ti­­tuts für Astro­no­mie haben die ers­te detail­lier­te 3D-Kar­­te der Eigen­schaf­ten von kos­mi­schem Staub in unse­rer Hei­mat­ga­la­xie erstellt. Sie ver­wen­de­ten dafür 130 Mil­lio­nen Spek­tren der ESA-Mis­­si­on Gaia, Ergeb­nis­se der LAMOST-Durch­­­mus­­te­rung und maschi­nel­les Ler­nen. Staub lässt weit ent­fern­te astro­no­mi­sche Objek­te röt­li­cher und leucht­schwä­cher erschei­nen, als sie es in Wirk­lich­keit sind. Eine Kar­te wie die­se hilft Astro­nom­in­nen und Astro­no­men daher, ihre Beob­ach­tun­gen ganz all­ge­mein bes­ser zu ver­ste­hen. Auch zu den Eigen­schaf­ten des Staubs selbst hat die Stu­die neue…

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