First Light des Vera C. Rubin Observatory

Das Vera C. Rubin Obser­va­to­ry in Chi­le hat die ers­ten „Mega-Bil­­der“ des Kos­mos vor­ge­stellt, die dank der außer­ge­wöhn­li­chen Eigen­schaf­ten und des Weit­win­kel­ob­jek­tivs sei­ner LSST-Kame­ra – der größ­ten der Welt – auf­ge­nom­men wur­den. Der Bau der Kame­ra dau­er­te fast zwei Jahr­zehn­te und invol­vier­te Hun­der­te von Wis­sen­schaft­lern aus aller Welt. Das „First Look” der ers­ten Bil­der fand am 23. Juni 2025 in der Natio­nal Aca­de­my of Sci­en­ces in Washing­ton, D.C. statt. Die beein­dru­cken­de, auto­gro­ße Kame­ra „Lega­cy Sur­vey of Space and Time”…

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Objekte des Monats: Der Kugelsternhaufen Messier 62

Der Kugel­stern­hau­fen Mes­sier 62 (NGC 6266), im äqua­tor­na­hen Stern­bild Schlan­gen­trä­ger (Ophiu­chus), wur­de am 7. Juni 1771 von dem fran­zö­si­schen Astro­no­men Charles Mes­sier ent­deckt. Erst am 4. Juni 1779, also acht Jah­re spä­ter, nahm er den Hau­fen in sei­nen berühm­ten Kata­log der Stern­hau­fen und Nebel auf, nach­dem er die Posi­ti­on von M 62 genau­er bestimmt hat­te. Er beschrieb den Stern­hau­fen als kome­ten­ähn­li­chen Nebel mit einem hel­len Zen­trum, das von einem schwa­chen Leuch­ten umge­ben ist. Der deutsch-bri­­ti­­sche Astro­nom Friedrich…

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Das detaillierteste Tausend-Farben-Bild der Sculptor-Galaxie

Astro­nom­in­nen und Astro­no­men haben ein Gala­­xien-Meis­­ter­­werk geschaf­fen: ein ultra-detail­­­lier­­tes Bild, das bis­her unbe­kann­te Merk­ma­le der Scul­p­­tor-Gala­­xie sicht­bar macht. Mit dem Very Lar­ge Telescope (VLT) der Euro­päi­schen Süd­stern­war­te (ESO) beob­ach­te­ten sie die­se nahe­ge­le­ge­ne Gala­xie simul­tan in Tau­sen­den von Far­ben. Über die Erfas­sung rie­si­ger Daten­men­gen an jedem ein­zel­nen Punkt schu­fen sie eine gala­xien­wei­te Moment­auf­nah­me des Lebens der Ster­ne inner­halb der Sculp­tor-Gala­xie. „Gala­xien sind unglaub­lich kom­ple­xe Sys­te­me, die wir nach wie vor nicht voll­stän­dig ver­ste­hen“, erklärt ESO-Wis­­sen­­schaf­t­­ler Enri­co Con­giu, der…

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Objekte des Monats: Der Kugelsternhaufen Messier 80

Der Kugel­stern­hau­fen Mes­sier 80 (NGC 6093), im süd­li­chen Stern­bild Skor­pi­on (Scor­pi­us), wur­de am 4. Janu­ar 1781 von dem fran­zö­si­schen Astro­no­men Charles Mes­sier ent­deckt und in sei­nem berühm­ten Nebel­ka­ta­log auf­ge­nom­men. Er beschrieb den Stern­hau­fen als run­den, stern­lo­sen Nebel mit einem hel­len Zen­trum, das dem Kern eines klei­nen Kome­ten ähnel­te. Nur drei Wochen spä­ter ent­deck­te Mes­siers Freund Pierre Méchain den Kugel­stern­hau­fen unab­hän­gig von ihm. Der deutsch-bri­­ti­­sche Astro­nom Wil­helm Her­schel war schließ­lich der ers­te Beob­ach­ter, der den Kugel­stern­hau­fen vor dem…

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Zweifel an galaktischer Kollision zwischen Andromeda und der Milchstraße

Die Daten des NASA/E­­SA-Wel­t­raum­­te­­le­skops Hub­ble aus mehr als einem Jahr­zehnt wur­den genutzt, um die seit lan­gem gel­ten­de Vor­her­sa­ge zu über­prü­fen, dass die Milch­stra­ße in etwa 4,5 Mil­li­ar­den Jah­ren mit der Andro­me­da­ga­la­xie kol­li­die­ren wird. Die Astro­no­men kamen zu dem Ergeb­nis, dass auf der Grund­la­ge der neu­es­ten Beob­ach­tungs­da­ten von Hub­ble und dem Welt­raum­te­le­skop Gaia die Wahr­schein­lich­keit, dass die bei­den Gala­xien inner­halb der nächs­ten 10 Mil­li­ar­den Jah­re kol­li­die­ren, nur 50% beträgt. Die Stu­die ergab auch, dass die Gro­ße Magel­lan­sche Wolke…

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JWST ermittelt den Ursprung des extrem heißen Exoplaneten WASP-121b

Beob­ach­tun­gen mit dem Welt­raum­te­le­skop James Webb (JWST) haben neue Hin­wei­se dar­auf gelie­fert, wie der Exo­pla­net WASP-121b ent­stan­den ist und wo er sich ursprüng­lich in der Gas- und Staub­schei­be um sei­nen Stern gebil­det haben könn­te. Die­se Erkennt­nis­se beru­hen auf dem Nach­weis meh­re­rer wich­ti­ger Mole­kü­le: Was­ser­dampf, Koh­len­mon­oxid, Sili­zi­um­mon­oxid und Methan. Dar­aus erstell­te ein Team unter der Lei­tung der Astro­no­men Tho­mas Evans-Soma und Cyril Gapp eine Bestands­auf­nah­me des Kohlenstoff‑, Sau­er­­stoff- und Sili­zi­um­ge­halts in der Atmo­sphä­re von WASP-121b. Ins­be­son­de­re der Nachweis…

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Der Sternhimmel im Juni 2025

Der Lauf des Mon­des Zu Beginn des Monats steht der zuneh­men­de Mond in der Nähe von Mars und Regu­lus, dem Haupt­stern im Stern­bild Löwe. Der Abstand zwi­schen Mars und Mond beträgt nur 5 Grad. Am Mor­gen des 3. Juni ist das ers­te Vier­tel erreicht. Unser stil­ler Beglei­ter wan­dert wei­ter ost­wärts durch das Stern­bild Jung­frau und ist schließ­lich am 6. Juni nur noch 4 Grad süd­öst­lich von Spi­ca zu fin­den. Nach­dem der Mond das Stern­bild Waa­ge hin­ter sich gelas­sen hat,…

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„Kosmisches Duell“: Astronomen beobachten heftige Kollision zweier Galaxien

Astro­no­men haben zum ers­ten Mal eine hef­ti­ge kos­mi­sche Kol­li­si­on beob­ach­tet, bei der eine Gala­xie eine ande­re mit inten­si­ver Strah­lung durch­dringt. Die heu­te in Natu­re ver­öf­fent­lich­ten Ergeb­nis­se zei­gen, dass die­se Strah­lung die Fähig­keit der betrof­fe­nen Gala­xie zur Bil­dung neu­er Ster­ne beein­träch­tigt. Die neue Stu­die kom­bi­niert Beob­ach­tun­gen des Very Lar­ge Telescope (VLT) der Euro­päi­schen Süd­stern­war­te (ESO) und des Ata­ca­ma Lar­ge Millimeter/submillimeter Array (ALMA) und ent­hüllt alle Details die­ser galak­ti­schen Aus­ein­an­der­set­zung. In den fer­nen Tie­fen des Uni­ver­sums begeg­nen sich zwei…

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Objekte des Monats: Die Galaxie Messier 49

Mes­sier 49 (NGC 4472) ist eine ellip­ti­sche Gala­xie im Stern­bild Jung­frau (Vir­go). Sie wur­de am 19. Febru­ar 1771 von dem fran­zö­si­schen Astro­no­men Charles Mes­sier ent­deckt, als er in die­ser Nacht einen Kome­ten beob­ach­te­te. In der­sel­ben Nacht ent­deck­te er auch die drei offe­nen Stern­hau­fen M 46, M 47 und M 48. Er beschrieb das Objekt als Nebel in der Nähe von Rho Vir­gi­nis, der nur schwach mit dem Tele­skop zu erken­nen sei. M 49 wur­de am 22. April…

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Titans Wettervorhersage

Ein Wis­sen­schaft­ler­team hat Daten des James-Webb-Wel­t­raum­­te­­le­skops von NASA/ESA/CSA und des Keck-II-Tele­skops kom­bi­niert, um erst­mals Hin­wei­se auf Wol­ken­kon­vek­ti­on auf dem Saturn­mond Titan in der nörd­li­chen Hemi­sphä­re zu fin­den. Die meis­ten Seen und Mee­re Titans befin­den sich in die­ser Hemi­sphä­re und wer­den wahr­schein­lich durch gele­gent­li­che Methan- und Ethan-Regen­­fäl­­le gespeist. Webb ent­deck­te außer­dem ein wich­ti­ges koh­len­stoff­hal­ti­ges Mole­kül, das Ein­bli­cke in die che­mi­schen Pro­zes­se in Titans kom­ple­xer Atmo­sphä­re gibt. Der Saturn­mond Titan ist eine fas­zi­nie­ren­de Welt, ein­ge­hüllt in einen gelb­li­chen, smog­ar­ti­gen Dunst.…

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